radio%attac sendet seit dem 13.02.2003 wöchentlich eine halbstündige Radiosendung zu den Auswirkungen der neo-liberalen Globalisierung auf Mensch, Tier und Umwelt. Im Speziellen Kritik an der unregulierten Tätigkeit von Finanzmärkten, dem undemokratischen Agieren von Weltbank und Währungsfonds, der Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen wie Pensionssicherung, Gesundheitsvorsorge, Bildungseinrichtungen, Wasserversorgung etc., aber auch zu Themen über die ungleiche Steuerbelastung von Unternehmen & Menschen, Friedenssicherung, die sog. "EU-Verfassung", Antidiskriminierung, Migration, Entwicklungszusammenarbeit sowie die Stellung der Frau aus feministischer Sicht, historisch und im Neoliberalismus.

Was jedoch entscheidend ist, radio%attac kritisiert nicht nur, sondern gibt Raum für die Formulierung von Alternativen. Denn:

EINE ANDERE WELT IST MÖGLICH!

Auch im Wintersemester 2020/21 findet der Attac-Lehrgang Wirtschaft verstehen – Wirtschaft gestalten gestalten in Kooperation mit der VHS polycollege Margareten Wieden statt.

Der Grundlagen-Lehrgang richtet sich an alle Menschen, die volkswirtschaftliche Zusammenhänge besser verstehen und alternative Gestaltungs- und Handlungsmöglichkeiten kennen-lernen möchten.

Die Teilnehmer*innen erhalten von erfahrenen Expert*innen aus unterschiedlichen Fachrichtungen fundiertes Grundlagenwissen über wirtschaftliche Begriffe und Zusammenhänge. In aufein-ander aufbauenden Modulen werden aktuelle Themen (wie etwa die wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Folgen der Corona-pandemie, Handels- und Investitionsschutzabkommen der Euro-päischen Union, die Klimakrise oder die Steuerdebatte) behan-delt und wirtschaftspolitische Konzepte im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf Natur und Mensch analysiert.

 

Der Grundlagen-Lehrgang richtet sich an alle Menschen, die volkswirtschaftliche Zusammenhänge besser verstehen und alternative Gestaltungs- und Der Grundlagen-Lehrgang richtet sich an alle Menschen, die volkswirtschaftliche Zusammenhänge besser verstehen und alternative Gestaltungsund Handlungsmöglichkeiten kennen-lernen möchten.

Die TeilnehmerInnen erhalten von erfahrenen ExpertInnen fundiertes Grundlagenwissen über wirtschaftliche Begriffe und Zusammen-hänge. In aufeinander aufbauenden Modulen werden anhand konkreter Themen aktuelle wirtschaftspolitische Konzepte auf ihre Aus-wirkungen auf Natur und Mensch analysiert, sowie alternative Gestaltungsmöglichkeiten sowohl für die politische als auch die gesell-schaftliche Ebene entwickelt.

INFOS und ANMELDUNG

Ort: VHS Pollycollege Margareten/Wieden, Johannagasse 2, 1050 Wien

 

Zeit: 9 Module, von 7. Oktober 2020 bis 10. Februar 2021, jeden zweiten Mittwoch. 18:00 - 21:00 Uhr (Achtung: das erste Modul am 7. Oktober beginnt bereits um 17:00 Uhr)

Anmeldung: https://www.vhs.at/de/k/283528375

 


Ernst Wolff, Jahrgang 1950, wuchs in Südostasien auf, ging in Deutschland zur Schule und studierte in den USA. Er lebt als freier Journalist in Berlin, schreibt regelmäßig zu aktuellen Themen und hält weltweit Vorträge, die das aktuelle Tagesgeschehen vor seinen finanzpolitischen Hintergründen beleuchten. Wegen der durch die Deregulierung herbeigeführten weltweiten Finanzialisierung konzentriert er sich seit Jahren auf den in seinen Augen wichtigsten Bereich der globalen Gesellschaft: den Finanzsektor. Er ist Autor der Bücher „Weltmacht IWF – Chronik eines Raubzugs“ und „Finanz-Tsunami" und einer der Autoren der Bücher „Fassadendemokratie und tiefer Staat“ und „Der Tiefe Staat schlägt zu“.

Nach dem Beinahe-Crash von 2007/2008 haben die Zentralbanken das globale Finanzsystem 10 Jahre lang durch künstliche Geldinjektionen und historische Niedrigzinsen am Leben erhalten. Dadurch sind riesige Blasen an den Märkten entstanden, die zu platzen drohen. Um das zu verhindern, haben die Zentralbanken ihre Politik 2018 geändert – mit dramatischen Folgen:

Nach erheblichen Turbulenzen an den Anleihemärkten sind die Aktienkurse im Dezember 2018 weltweit eingebrochen und konnten nur durch das Aktivieren schwarzer Kassen und durch das Versprechen, den Märkten kein weiteres Geld zu entziehen, vor dem Crash bewahrt werden.

Diese Entwicklung zeigt: Das globale Finanzsystem gleicht einem Süchtigen, bei dem ein Entzug lebensgefährliche Folgen hätte und der daher bis zum endgültigen Exitus mit frischen Drogen versorgt werden muss. Fatal sind vor allem die gesellschaftlichen Folgen, denn die Fortsetzung der lockeren Geldpolitik bedeutet, dass eine winzige Minderheit sich weiter hemmungslos bereichern wird, während die Masse der arbeitenden Menschen den Gürtel immer enger schnallen muss.

Ernst Wolff - Weltmacht IWF – Chronik eines Raubzugs
https://www.buecher.de/shop/sachbuch/weltmacht-iwf/wolff-ernst/products_products/detail/prod_id/40783084/

Ernst Wolff - Finanz-Tsunami
https://www.buecher.de/shop/sozialgeschichte/finanz-tsunami/wolff-ernst/products_products/detail/prod_id/48910962/

Ernst Wolff - Fassadendemokratie und Tiefer Staat
https://mediashop.at/buecher/fassadendemokratie-und-tiefer-staat-2/

 



Angesichts von Klimakrise, Ressourcenraubbau, Kriegen und einer sich vertiefenden Spaltung zwischen Arm und Reich verlangen immer mehr Menschen einen grundlegenden Kurswechsel der Politik. Mit dem unabhängigen Internet-Sender Kontext TV haben die Journalisten David Goeßmann und Fabian Scheidler seit zehn Jahren den Kampf um globale Gerechtigkeit begleitet. Sie sprachen mit Wissenschaftlerinnen, Journalisten und Aktivistinnen aus aller Welt über die Ursachen der heutigen Krisen und über Alternativen. Das Buch versammelt nun erstmals eine Auswahl dieser Stimmen aus vierzehn Ländern von sechs Kontinenten. Ein Wissensschatz und eine Inspiration für alle, die sich für eine gerechte und friedliche Zukunft einsetzen.



Welche wirtschaftlichen Folgen hat die Corona-Pandemie?

Welche wirtschaftlichen Folgen hat die Corona-Pandemie? Welche Rolle spielen Finanzmärkte und Welthandel? Und welche politischen Auseinandersetzungen kommen nun auf uns zu?

Am 9. April fand dazu das erste öffentlichen Attac-Webinar (Online-Seminar) statt: Lisa Mittendrein führte durch ein Gespräch mit dem Ökonomen und ehemaligen Weltbank-Direktor Kurt Bayer und Julia Litofcenko, Ökonomin und Attac Vorstandsmitglied.

Sie analysieren die wirtschaftliche Lage, blicken in die Zukunft und stellen erste strategische Überlegungen sowie Forderungen zur Krise vor:

https://youtu.be/UdDkHKw-6VI


David McNew/Getty Images
David McNew/Getty Images

Grüner Kapitalismus funktioniert nicht - wir brauchen ein anderes System 

Der Artikel bringt es mit der wichtigen Frage auf den Punkt: "Beenden wir das Leben, damit der Kapitalismus weiter fortbestehen kann – oder beenden wir den Kapitalismus, um weiter leben zu können?"

https://www.freitag.de/…/gruenes-wachstum-ist-eine-illusion…


  

Kurz-Evangelium:

"Nehmet den Armen und gebet den Konzernen!"


 

Mit einem Fotoempfang haben wir die Regierung am 10. Jänner bei ihrer Klausur in Mauerbach erwartet und dabei das Kurz-Evangelium verkündet: „Nehmet den Armen und gebet den Konzernen!“

Auch wenn noch keine konkreten Zahlen genannt wurden - Hauptprofiteure einer Senkung der Gewinnsteuer für Unternehmen (Körperschaftsteuer) würden große Konzerne wie die Raiffeisen Bank, die OMV oder die ehemalige Firma des Finanzministers, Uniqa, sein. Denn 80 Prozent der Gewinne entfallen auf die gewinnstärksten 5 Prozent der Konzerne. Klein- und Mittelbetriebe würden kaum profitieren.

Bezahlen würden das Konzern-Steuergeschenk - kolportiert wurden 1,5 bis 2 Millionen langfristig die breite Mehrheit - durch Kürzungen bei wichtigen öffentlichen Leistungen.

Am kräftigsten kürzt die Regierung bei den Ärmsten: Trotz Kritik von der Armutskonfererenz, der Bischofskonferenz, vom Österreichischen Roten Kreuz, der Caritas, der Diakonie, der Stadt Wien, dem Land Steiermark, dem Rechnungshof, dem Behindertenrat, der Richterkammer, einer Reihe von Wissenschaftlern, dem UN-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR, Amnesty International, SOS Mitmensch, der Volkshilfe, der Arbeiterkammer etc. etc. etc. – will die Regierung an der Kürzung der Mindestsicherung festhalten.

 


Schluss mit Steuergeschenken für Reiche und Konzerne!

 Prominente Fälle in Steuerskandalen wie den Paradise- oder Panama-Papers dürfen nicht vom grundsätzlichen Problem ablenken: Es sind die Regierungen der großen Industrieländer, die für dieses ungerechte System verantwortlich sind. Dadurch gehen uns allen jährlich hunderte Milliarden Euro für Soziales, Bildung und Gesundheit verloren.

Auch die neue österreichische Regierung plant schon die nächsten Steuer-geschenke für Reiche und Konzerne - auf Kosten von uns allen. 

Damit muss Schluss sein!

JETZT PETITION UNTERZEICHNEN!!!

 


 

PROTEST GEGEN 12-STUNDEN-TAG

Attac-AktivistInnen torpedieren Kurz-Wandertag

 

Sebastian Kurz ging heute mit hunderten Fans auf den Schneeberg – und Attac-Aktivistinnen wanderten mit. Gekleidet in traditionelle Dirndln, erinnerten sie den Kanzler daran, dass er 12-Stunden-Tag und 60-Stunden-Woche gegen den Widerstand des Großteils der Bevölkerung durchsetzen will.

„Bergauf geht es bei Sebastian Kurz nur für Reiche und Konzerne, doch für uns Menschen geht es bergab“, sagt Julianna Fehlinger von Attac. „Diese Politik brennt uns alle aus – und dabei wollen wir nicht einfach zuschauen.“

Sebastian Kurz war nicht bereit, sich mit der Kritik auseinanderzusetzen. Stattdessen wies er seine Securities an, die Frauen abzudrängen. Doch die deutliche Botschaft konnte nicht überhört werden: Wir sagen Nein zum 12-Stunden-Tag und Ja zu sozialer Sicherheit!



NEIN zu CETA!

Über 1,5 Millionen E-Mails haben Menschen in Österreich in den letzten Tagen an die Nationalratsabgeordneten von FPÖ, ÖVP und NEOS versandt. Die Forderung: „Stellen Sie sich auf die Seite der Menschen und der Umwelt. Sagen Sie Nein zu CETA!“ Organisiert wurde die Mail-Aktion von der Plattform „Anders Handeln – Globalisierung gerecht gestalten.“

„Im Wirtschaftsausschuss wurde CETA von ÖVP, FPÖ und NEOS durchgewunken. Es sind die Abgeordneten dieser Parteien, die drauf und dran sind, mit ihrem Ja zu CETA Konzernen enorme Macht und Sonderrechte zuzugestehen. Gleichzeitig würden sie die Regulierungskompetenz und politischen Handlungsspielräume des österreichischen und europäischen Parlaments massiv einschränken und das Primat der Wirtschaft noch weiter stärken. Wer für CETA stimmt, stimmt gegen die Interessen der BürgerInnen und der Umwelt. Wir fordern die Abgeordneten einmal mehr auf CETA eine Absage zu erteilen!“ kritisiert die Plattform Anders Handeln.

Anders Handeln

ATTAC


24. 02. 2018

Apple eröffnet – Attac protestiert: „Apple, zahl deine Steuern!“

 

 

Apple schuldet 13 Milliarden Euro - Attac fordert Gesamtkonzernsteuer

Mit einer Protestaktion bei der Eröffnung des ersten Apple-Stores in Österreich hat Attac auf die skandalöse Steuerpolitik des Konzerns aufmerksam gemacht. AktivistInnen hielten vor dem Geschäft Schilder und Transparente hoch und tanzten mit dem Slogan „Apple, zahl deine Steuern!“ durch die Menge.

Apple zahlte 2014 EU-weit nur 0,005 Prozent an Steuern in Europa und in Summe mindestens 13 Milliarden Euro zu wenig. Möglich ist das durch die trickreiche Abwicklung der Geschäfte über Irland. Die EU-Kommission fordert Irland auf, das Geld von Apple zurückzufordern. Doch sowohl Apple als auch die irische Regierung sperren sich gegen diese Entscheidung. (1) „Apple muss endlich in jedem Land seinen fairen Beitrag leisten und die Gewinne dort versteuern, wo sie erwirtschaftet werden“,  fordert David Walch von Attac Österreich.

Die Lösung gegen faule Äpfel: Gesamtkonzernsteuer


Prozess:

Attac gewinnt gegen Apple


Richter: Aktionen gegen Steuertricks im Interesse der Allgemeinheit.

Aktivistinnen und Aktivisten des globali-sierungskritischen Netzwerkes Attac können in Frankreich weiterhin straffrei in Apple Stores gegen Steuertricks des Konzerns demonstrieren. Apples Versuch ein dreijähriges Hausverbot für Attac-AktivistInnen durchsetzen und Attac Frankreich bei Zuwiderhandlung eine Straf-zahlung von 150.000 Euro aufzuerlegen, ist heute vor dem Pariser Landgericht (Tribunal de Grande Instance) gescheitert. Die Richter werteten das Recht auf freie Meinungsäußerung höher als Profit-interessen des Unternehmens. Die Attac-Kampagne gegen Steuertricks von Konzernen diene zudem den Interessen der Allgemeinheit. Anders als von Apple behauptet, seien in den betroffenen Läden auch keine Schäden entstanden, stellten die Richter fest.  Apple muss 2000 Euro Prozesskosten an Attac bezahlen.

Dominique Plihon, Sprecher von Attac Frankreich, sagt dazu: „Unsere Aktionen zielen darauf ab sicherzustellen, dass Apple seinen gerechten Anteil an den Steuern zahlt. Apple muss endlich die von der Europäischen Kommission geforderten Steuerschulden in Höhe von 13 Milliarden Euro begleichen. Doch Apple lehnt die Zahlung dieser Rückstände weiterhin ab und hat sogar beim Europäischen Gerichtshof Berufung eingelegt. Mit seinem Urteil hat das Gericht in Paris heute die Rechtmäßigkeit der Aktionen von Attac anerkannt und deren gewaltfreie Natur bestätigt.“

 

 

„Apple paye tes impôts!“

Mit der Forderung „Apple paye tes impôts!“ (Apple, bezahl deine Steuern) besetzten Attac-Aktive am 2. Dezember symbolisch einen Apple-Store an der Oper in Paris. Die Globalisierungskritikerinnen und -kritiker bemalten die Schaufenster mit abwaschbarer Farbe, tanzten Polonaise zur Musik einer Blaskapelle und hielten Plakate hoch. Einige ketteten sich im Ladeninneren an ein Geländer und hängten ein Banner auf mit der Ankündigung „On arrêtera quand Apple paiera!“ (Wir werden aufhören, wenn Apple bezahlt“). Weder Menschen noch Gegenstände kamen zu Schaden. (Fotos der Aktion) Die Aktionen waren Teil einer europaweiten Kampagne, mit der sich Attac sich gegen Steuertricks multinationaler Konzerne und für eine Gesamtkonzernsteuer engagiert.




NACHRICHTEN

aus der Anstalt

www.attac.at





Yvonne Hofstetter

Das Ende der Demokratie

Wie die künstliche Intelligenz die Politik übernimmt und uns entmündigt

Die Autorin zeigt, dass wir auf der Basis von Wissen eine breite gesellschaftliche Debatte um das Herzstück einer digitalen Welt führen müssen. Mit Kompetenz, Weitblick und Entschlossenheit reizt sie leicht nachvollziehbar die Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz aus. Es geht ihr um die Balance zwischen neuen digitalen Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen und der Wahrung demokratischer Freiheiten. 

Wer glaubt, „mehr EU“ wäre die Antwort auf das Erstarken der Rechten, wird enttäuscht werden. Denn in ihrem Kern ist die EU selbst ein Raum verschärfter Konkurrenz – sowohl zwischen den EU-Staaten als auch auf globaler Ebene.

Mit unserem neuen Buch „Entzauberte Union. Warum die EU nicht zu retten und ein Austritt keine Lösung ist“ liefern wir den Anstoß für einen neuen Umgang mit der EU.

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Mit dem Widerstand gegen #TTIP, #CETA und Co. standen Konzernklagerechte im Zentrum der öffentlichen Auseinandersetzung. Auch bei anderen Themen wird immer wieder sichtbar, dass Konzerne vielfach Privilegien genießen, sich ihrer Steuerlast größtenteils entziehen und Menschenrechtsverletzungen begehen, die ungeahndet bleiben.

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