radio%attac sendet seit dem 13.02.2003 wöchentlich eine halbstündige Radiosendung zu den Auswirkungen der neo-liberalen Globalisierung auf Mensch, Tier und Umwelt. Im Speziellen Kritik an der unregulierten Tätigkeit von Finanzmärkten, dem undemokratischen Agieren von Weltbank und Währungsfonds, der Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen wie Pensionssicherung, Gesundheitsvorsorge, Bildungseinrichtungen, Wasserversorgung etc., aber auch zu Themen über die ungleiche Steuerbelastung von Unternehmen & Menschen, Friedenssicherung, die sog. "EU-Verfassung", Antidiskriminierung, Migration, Entwicklungszusammenarbeit sowie die Stellung der Frau aus feministischer Sicht, historisch und im Neoliberalismus.

Was jedoch entscheidend ist, radio%attac kritisiert nicht nur, sondern gibt Raum für die Formulierung von Alternativen. Denn:

EINE ANDERE WELT IST MÖGLICH!


NEIN zu CETA!

Über 1,5 Millionen E-Mails haben Menschen in Österreich in den letzten Tagen an die Nationalratsabgeordneten von FPÖ, ÖVP und NEOS versandt. Die Forderung: „Stellen Sie sich auf die Seite der Menschen und der Umwelt. Sagen Sie Nein zu CETA!“ Organisiert wurde die Mail-Aktion von der Plattform „Anders Handeln – Globalisierung gerecht gestalten.“

„Im Wirtschaftsausschuss wurde CETA von ÖVP, FPÖ und NEOS durchgewunken. Es sind die Abgeordneten dieser Parteien, die drauf und dran sind, mit ihrem Ja zu CETA Konzernen enorme Macht und Sonderrechte zuzugestehen. Gleichzeitig würden sie die Regulierungskompetenz und politischen Handlungsspielräume des österreichischen und europäischen Parlaments massiv einschränken und das Primat der Wirtschaft noch weiter stärken. Wer für CETA stimmt, stimmt gegen die Interessen der BürgerInnen und der Umwelt. Wir fordern die Abgeordneten einmal mehr auf CETA eine Absage zu erteilen!“ kritisiert die Plattform Anders Handeln.

Anders Handeln

ATTAC


Elmar Altvater gestorben

 

Nachruf des Wissenschaftlichen Beirats und des Koordinierungskreises von Attac Deutschland

Am 1. Mai ist Elmar Altvater im Alter von 79 Jahren gestorben. Er war Gründungsmitglied des wissenschaftlichen Beirats von Attac Deutschland, hat an vielen Stellungnahmen mitgewirkt und trat häufig öffentlich auf, um mit seinen Analysen zu politischen Klärungsprozessen und Strategiebildung beizutragen: bei Attac-Kongressen, Sommerakademien oder vor lokalen Gruppen.

Elmar Altvater war auch mehrfach in Österreich zu Gast - etwa bei der Attac-Sommerakademie 2009 zum Thema "Bausteine für ein zukunftsfähiges Wirtschafts- und Gesellschaftssystem" oder bei einem Europakongress im selben Jahr. Seine Analysen haben auch die Debatten bei Attac Österreich bereichert.
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Prokla, "Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft"


0% Kinderschutz - 100 % Rassismus
Worum es beim Kopftuchverbot eigentlich geht


Podiumsdiskussion am Donnerstag, 3.5. um 19:30

Sensengasse 3a, 1090 Wien, Institut für Bildungswissenschaft, Hörsaal 1

Veranstaltet von: Aktiv gegen antimuslimischen Rassismus, Netzwerk muslimische Zivilgesellschaft und der Attac Regionalgruppe Wien

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Podiumsdiskussion u.a. mit:
 Hurije Ajredini – NMS-Lehrerin und Fellow bei Teach For Austria
Emil Bannani – Wiener BMHS-Landesschulsprecher
 Brigitte Hornyik – Juristin, Plattform 20.000 Frauen und Sprecherin der Plattform für eine menschliche Asylpolitik
Petra Klier – Obfrau und Leiterin der Isma Private Gesamtschule Muhammad Asad
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Wieder eine Kopftuchdebatte, wieder ein rassistischer Angriff auf Muslim*innen. Mit Scheinargumenten wie Kinderschutz will die Bundesregierung im Rahmen des sogenannten Integrations- und Sicherheitspaketes ein Kopftuchverbot für Kindergärten und Schulen beschließen.
Gerade Schwarzblau erweist sich aber als größte Gefahr für die Rechte und die soziale Absicherung von Kindern. Die drohenden Einsparungen bei Gesundheit, Bildung, Integration und Sozialem werden vor allem Kinder und Jugendliche treffen, wie zum Beispiel Kürzungen beim Integrationstopf in Schulen und die geplanten „Deutschklassen“ verdeutlichen. Trotzdem hält sich beständig das Argument, es ginge der Regierung um den Schutz von Kindern. 
Medial gibt es kaum Platz für antirassistische Positionen; Diskussionsrunden werden zum Großteil mit Befürworter*innen eines Kopftuchverbots besetzt. Wenn wir diesem ins politische Zentrum gerückten Rassismus etwas entgegensetzen wollen, brauchen wir eigene Diskussionsformate!
Deshalb wollen wir uns mit dieser Veranstaltung die Möglichkeit schaffen, uns über die Hintergründe des Verbots auszutauschen und antirassistische Positionen zu stärken. Welche Folgen wird ein Kopftuchverbot haben? Welche Vorstellungen von Muslim*innen werden im Zuge dieser Debatte verbreitet? Was versucht die Regierung damit zu verschleiern? Wie können wir antirassistische Positionen in der Gesellschaft stärken?


24. 02. 2018

Apple eröffnet – Attac protestiert: „Apple, zahl deine Steuern!“

 

 

Apple schuldet 13 Milliarden Euro - Attac fordert Gesamtkonzernsteuer

Mit einer Protestaktion bei der Eröffnung des ersten Apple-Stores in Österreich hat Attac auf die skandalöse Steuerpolitik des Konzerns aufmerksam gemacht. AktivistInnen hielten vor dem Geschäft Schilder und Transparente hoch und tanzten mit dem Slogan „Apple, zahl deine Steuern!“ durch die Menge.

Apple zahlte 2014 EU-weit nur 0,005 Prozent an Steuern in Europa und in Summe mindestens 13 Milliarden Euro zu wenig. Möglich ist das durch die trickreiche Abwicklung der Geschäfte über Irland. Die EU-Kommission fordert Irland auf, das Geld von Apple zurückzufordern. Doch sowohl Apple als auch die irische Regierung sperren sich gegen diese Entscheidung. (1) „Apple muss endlich in jedem Land seinen fairen Beitrag leisten und die Gewinne dort versteuern, wo sie erwirtschaftet werden“,  fordert David Walch von Attac Österreich.

Die Lösung gegen faule Äpfel: Gesamtkonzernsteuer


Prozess:

Attac gewinnt gegen Apple


Richter: Aktionen gegen Steuertricks im Interesse der Allgemeinheit.

Aktivistinnen und Aktivisten des globali-sierungskritischen Netzwerkes Attac können in Frankreich weiterhin straffrei in Apple Stores gegen Steuertricks des Konzerns demonstrieren. Apples Versuch ein dreijähriges Hausverbot für Attac-AktivistInnen durchsetzen und Attac Frankreich bei Zuwiderhandlung eine Straf-zahlung von 150.000 Euro aufzuerlegen, ist heute vor dem Pariser Landgericht (Tribunal de Grande Instance) gescheitert. Die Richter werteten das Recht auf freie Meinungsäußerung höher als Profit-interessen des Unternehmens. Die Attac-Kampagne gegen Steuertricks von Konzernen diene zudem den Interessen der Allgemeinheit. Anders als von Apple behauptet, seien in den betroffenen Läden auch keine Schäden entstanden, stellten die Richter fest.  Apple muss 2000 Euro Prozesskosten an Attac bezahlen.

Dominique Plihon, Sprecher von Attac Frankreich, sagt dazu: „Unsere Aktionen zielen darauf ab sicherzustellen, dass Apple seinen gerechten Anteil an den Steuern zahlt. Apple muss endlich die von der Europäischen Kommission geforderten Steuerschulden in Höhe von 13 Milliarden Euro begleichen. Doch Apple lehnt die Zahlung dieser Rückstände weiterhin ab und hat sogar beim Europäischen Gerichtshof Berufung eingelegt. Mit seinem Urteil hat das Gericht in Paris heute die Rechtmäßigkeit der Aktionen von Attac anerkannt und deren gewaltfreie Natur bestätigt.“

 

 

„Apple paye tes impôts!“

Mit der Forderung „Apple paye tes impôts!“ (Apple, bezahl deine Steuern) besetzten Attac-Aktive am 2. Dezember symbolisch einen Apple-Store an der Oper in Paris. Die Globalisierungskritikerinnen und -kritiker bemalten die Schaufenster mit abwaschbarer Farbe, tanzten Polonaise zur Musik einer Blaskapelle und hielten Plakate hoch. Einige ketteten sich im Ladeninneren an ein Geländer und hängten ein Banner auf mit der Ankündigung „On arrêtera quand Apple paiera!“ (Wir werden aufhören, wenn Apple bezahlt“). Weder Menschen noch Gegenstände kamen zu Schaden. (Fotos der Aktion) Die Aktionen waren Teil einer europaweiten Kampagne, mit der sich Attac sich gegen Steuertricks multinationaler Konzerne und für eine Gesamtkonzernsteuer engagiert.


dufitoon
dufitoon

 

 

ALLES GUTE FÜR 2018

Rudi Klein (DER STANDARD, 5. 1. 2018)
Rudi Klein (DER STANDARD, 5. 1. 2018)


NACHRICHTEN

aus der Anstalt

www.attac.at



16.02.2018, Finanzkrise: 10 Jahre Verstaatlichung von Northern Rock – an den Finanzmärkten hat sich nichts geändert

Attac: Finanzsektor muss der Gesellschaft dienen, nicht umgekehrt

Am Samstag, den 17. Februar, jährt sich die Verstaatlichung der britischen Großbank Northern Rock zum zehnten Mal.* Damals erreichte die globale Finanzkrise die erste europäische Großbank. Heute – zehn Jahre danach – sind die Finanzmärkte um nichts sicherer geworden, kritisiert Attac Österreich. 

„Seit Ausbruch der Krise ist wenig geschehen, um Banken und Finanzmärkte zu regulieren und zukünftige Krisen zu verhindern. Die Banken sind nach wie vor zu groß, zu eng verflochten und zu mächtig. Sie agieren mit viel zu wenig Eigenkapital und zu riskant. Auf den Finanzmärkten dominieren kurzfristige Spekulation und riskante Produkte. Die EU-Kommission will existierende Regulierungen sogar wieder abschwächen und hat vor kurzem die Pläne fallen gelassen, Geschäfts- und Investmentbanken zu trennen“, kritisiert Lisa Mittendrein von Attac Österreich. ...

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Yvonne Hofstetter

Das Ende der Demokratie

Wie die künstliche Intelligenz die Politik übernimmt und uns entmündigt

Die Autorin zeigt, dass wir auf der Basis von Wissen eine breite gesellschaftliche Debatte um das Herzstück einer digitalen Welt führen müssen. Mit Kompetenz, Weitblick und Entschlossenheit reizt sie leicht nachvollziehbar die Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz aus. Es geht ihr um die Balance zwischen neuen digitalen Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen und der Wahrung demokratischer Freiheiten. 

Wer glaubt, „mehr EU“ wäre die Antwort auf das Erstarken der Rechten, wird enttäuscht werden. Denn in ihrem Kern ist die EU selbst ein Raum verschärfter Konkurrenz – sowohl zwischen den EU-Staaten als auch auf globaler Ebene.

Mit unserem neuen Buch „Entzauberte Union. Warum die EU nicht zu retten und ein Austritt keine Lösung ist“ liefern wir den Anstoß für einen neuen Umgang mit der EU.

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Mit dem Widerstand gegen #TTIP, #CETA und Co. standen Konzernklagerechte im Zentrum der öffentlichen Auseinandersetzung. Auch bei anderen Themen wird immer wieder sichtbar, dass Konzerne vielfach Privilegien genießen, sich ihrer Steuerlast größtenteils entziehen und Menschenrechtsverletzungen begehen, die ungeahndet bleiben.

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12.02.2018, Löger will, dass Konzern-Steuertricks im Dunkeln bleiben

Nur Transparenz erzeugt öffentlichen Druck für gerechte Konzernbesteuerung

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