820. radio%attac - Sendung, 10. 12. 2018

Da Radio Orange heute den ganzen Tag über ein O94SPEZIAL sendete, verschiebt sich die Ausstrahlung der neuen Sendung radio%attacs auf die kommende Woche.

Alternativ hier eine vergangene Sendung radio%attacs:

 

1. Reale Dystopien – Chinas Sozial-Kredit-System

 

In der Volksrepublik China wird seit einigen Jahren an einem Sozial-Kredit-System gearbeitet, welches die Bürger mit Punkten bewerten soll. Je nach Punktestand werden die Personen, analog zur Nomenklatur in den Rating-Agenturen, mit Noten von AAA bis hin zu D bewertet. Die Wertungen sind einsehbar, und als Nachweis für verschiedenste Vorgänge, wie zum Beispiel Beförderungen, Reisen oder Wohnungskäufe erforderlich.

Ein Beitrag von Veronika Ritter

 

2. Georg Danzer – Wir werden alle überwacht

 

3. Freiheit oder Gerechtigkeit?

Die Etablierung des Sozial-Kredit-System in China spiegelt unter anderem das Verteilungs- Dilemma wieder. Eine gigantische Bevölkerung die massiv auf Rohstoffe von außerhalb ihres Staatsgebietes angewiesen ist und einen Turbokapitalismus fährt, der westliche Wachstumsraten weit hinter sich gelassen hat.

Ein Kommentar von Sebastian Ludyga

 

Foto: (Symbolbild) CC-BY 2.0 chesilu / Montage: netzpolitik.org

Redaktion: Veronika Ritter, Sebastian Ludyga


819. radio%attac - Sendung, 03. 12. 2018

„Black Rock – wie sich das Finanzkapital die Welt zu eigen macht.“

 

In sehr präziser und anschaulicher Weise wird vom Redakteur der „Nachdenkseiten“ der Einfluss des privaten Kapitals in unserem Wirtschaftsleben (und damit auch in der Politik) analysiert. Die sogen. „Vermögensverwalter“ – Black Rock ist der größte mit knapp 5 Billionen Euro Kapital – stecken überall mit drin in der Wirtschaft. Nicht etwa nur in den Banken, sondern praktisch in jedem Bereich – mit entscheidenden Kapitalbeteiligungen, die natürlich Einfluss ermöglichen. Und das geschieht geschickt im Hintergrund ohne großes öffentliches Aufheben. Durch die neoliberale Form des Kapitalismus mit den Privatisierungen öffentlicher Bereiche, z.B. Alterssicherung, Gesundheitswesen, Versicherungen usw., ist diese Tendenz entscheidend gefördert worden. Wenn wir hier nicht genauer hinschauen und uns informieren und engagieren, werden wir dieser Entwicklung (und übrigens auch ihren Krisen) hilflos aufgeliefert sein. Hier geht es um das große Geld, nicht um Demokratie, wie etwa ein Blick auf amerikanische Wahlkämpfe sehr deutlich zeigt: aber auch bei uns ist nicht anders, selbst wenn wir etwas „nachhinken“. Wir sollten uns an die Fragen gewöhnen: Wem nützt es? Wer bezahlt es? ….

 

Archiv Attac Wuppertal

 

Nachdenkseiten

 

Ein Vortrag von Jens Berger

 

Redaktion & Kommentar: Sebastian Ludyga


818. radio%attac - Sendung, 26. 11. 2018

Gescheiterte Globalisierung –

Ungleichheit, Geld und die Renaissance des Staates

Buchpräsentation

 

Die Globalisierung war eine wunderbare Idee. Nachdem die politische Spaltung in Ost und West überwunden war, schien der friedlichen Kooperation aller Menschen nichts mehr im Wege zu stehen. Würde man nur alle Hürden aus dem Weg räumen, so die liberale Vorstellung, bildete sich eine spontane Ordnung, die den Traum vom freien und wohlhabenden Erdenbürger wahr werden ließe. Doch nach der großen Krise, nach Trump und Brexit ist das Projekt gescheitert. Die liberale Wirtschaftstheorie ist prinzipiell ungeeignet, die Dynamik einer Marktwirtschaft zu verstehen und valide politische Empfehlungen zu geben. Weder für die globale Kooperation der Nationen noch für die angemessene nationale Politik gibt es heute ein tragfähiges Konzept. Die Autoren Heiner Flassbeck und Paul Steinhardt zeigen, wie man das auf der Basis einer modernen Wirtschaftstheorie schafft.

 

Erhältlich bei Attac Online-shop 

 

Redaktion: Ronald Heiling, Sebastian Ludyga


817. radio%attac - Sendung, 19. 11. 2018

1. Scheitern der EU- Finanztransaktionssteuer ist ein Schlag ins Gesicht der Menschen

 

Attac kritisiert das von Finanzminister Löger angekündigte Ende der EU-10 Verhandlungen zur Finanztransaktionssteuer . Zehn Jahre nach dem Ausbruch der Finanzkrise ist die Nicht-Einführung der Finanztransaktionssteuer ein Schlag ins Gesicht der Menschen in Europa. Die europäischen Finanzminister machen klar, dass sie die dringend nötige Regulierung der Finanzmärkte endgültig aufgeben.

 

Die Finanztransaktionssteuer war vor 18 Jahren die Gründungsforderung von Attac Österreich. Selbstverständlich kämpfen wir weiter, Für die Finanztransaktionssteuer und für die Regulierung der Finanzmärkte, in Österreich, Europa und der Welt. Gemeinsam mit unseren zivilgesellschaftlichen Organisationen in ganz Europa wird Attac in den nächsten Monaten neue Strategien entwickeln, um diese Ziele zu erreichen.

 

Zur Aussendung

 

2. Wohin steuert die EU- Agrarpolitik?

 

Am 30. Oktober fand an der Universität für Bodenkultur in Wien eine Podiumsdiskussion über die neuen Reformen der GAP (Gemeinsame Agrarpolitik) statt. Organisiert wurde die Diskussion von AgrarAttac und dem ÖBV. Eingeladen waren Julianna Fehlinger, Thomas Weitz und Klaus Salhofer.

 

Link zu ÖBV – Via Campesina Austria

 

Ein Beitrag von Tabea Prestel

 

3. Chopin – Fantaisie-Impromptu

 

4. Erklärung des Europäischen Attac-Netzwerks zur Wahl von Jair Bolsonaro

 

Unsere Solidarität und Unterstützung gilt allen Bewegungen, AktivistInnen und ausgegrenzten Bevölkerungsgruppen, die heute morgen in Brasilien im Alptraum der Präsidentschaft von Jair Bolsonaro erwacht sind.

 

Wir fordern eine radikale Transformation dieses globalen Systems, damit es Menschen und den Planeten über die Profite der Reichen stellt. Wir fordern eine Welt, die auf Gleichheit, vollständiger Anerkennung der Menschenrechte und ökologischer Nachhaltigkeit basiert. Dies ist unser internationaler Kampf – die wichtigste Herausforderung, vor der wir als BürgerInnen, Gemeinschaften und soziale Bewegungen stehen. Es wird nicht einfach, aber die Geschichte zeigt uns, dass wir gewinnen können, wenn wir unsere Hoffnung und unsere Solidarität bewahren.

Eine andere Welt ist möglich.

 

Zur Aussendung

 

Redaktion: Tabea Prestel, Sebastian Ludyga


816. radio%attac - Sendung, 12. 11. 2018

1. Hunger.Macht.Profite.9

 

Von 15. November bis 10. Dezember 2018 zeigen die österreichweiten Filmtage zum Recht auf Nahrung – Hunger.Macht.Profite.9 – kritische Dokumentarfilme über unser Agrar- und Lebensmittelsystem.

 

Zum neunten Mal zeigen die Filmtage in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Tirol, Vorarlberg und der Steiermark wie die industrielle Landwirtschaft und unser Lebensstil weltweit zu Hunger, Landraub und Ökoproblemen führen. Einige Filme erzählen aber auch von Mut und Hoffnung der Menschen, die versuchen Widerstand zu leisten.

 

Link zur Veranstaltung

 

Julianna Fehlinger im Gespräch mit radio%attac

 

2. Georg Kreisler – Meine Freiheit, Deine Freiheit

 

3. Peter Turrini – Was uns bedroht, sind nicht die Ozonlöcher, sondern die Arschlöcher #2

 

Peter Turrini gehört zu den großen Schriftstellern Österreichs. Er hat über 40 Bühnen-Stücke und die Drehbücher für die Fernsehserien „Alpensaga“ und „Arbeitersaga“ mitverfasst. Turrini hat in seinen Arbeiten mit romantisierten Heimat-Klischees aufgeräumt und greift Themen wie Ungleichheit und Ausgrenzung von Menschen auf. In einer Rede im Parlament hat Turrini dazu aufgerufen, in politisch schwierigen Zeiten, in denen der Klassenkampf „von oben nach unten“ geführt wird, die „Grenzen des Mutes“ zu erweitern – und sich für Demokratie und gegen Unrecht einzusetzen.

 

Link zum Video bei Kontrast.at

 

4. Georg Kreisler – Wenns nicht wahr ist

 

Redaktion: Gerhard Gutschi, Sebastian Ludyga


Stimmlagen – Zwei Kontinente zwischen Freiheit und Gerechtigkeit

Am 1. Juli 2018 übernahm Österreich unter dem Motto „Ein Europa das schützt“ den EU-Ratsvorsitz.
Österreich rückt dabei ua. die Themen „Sicherheit und den Kampf gegen illegale Migration“, sowie „Sicherung des Wohlstands und der Wettbewerbsfähigkeit“ ins Zentrum seines EU- Ratsvorsitzes.


Am Dienstag, 18. Dezember 2018 findet im Rahmen des EU- Ratsvorsitzes das Forum Afrika‑Europa in Wien statt.
Wir gehen der Frage „Wen schützt Europa, wovor und: wie?“ auf den Grund und sprachen dazu mit Carla Weinzierl, Aktivistin bei Attac Österreich.


Ebenfalls beleuchtet der deutsche Soziologe Stefan Lessenich, wie Europa die Sicherung seines Wohlstands bisher bewerkstelligte und welche Konsequenzen unsere Wirtschaftsweise nach sich zieht.

Mit freundlicher Genehmigung der Gerda-Henkel-Stiftung.


Abschließend berichtet Emmanuel Mbolela, welcher in seinem Buch „Mein Weg vom Kongo nach Europa“ seine Flucht beschreibt, von den Strapazen und Entwürdigungen, welche Flüchtende gezwungen sind auf ihrer Odyssee auf sich zu nehmen.

 

Redaktion: Sebastian Ludyga

 


815. radio%attac - Sendung, 05. 11. 2018

1. Peter Turrini – "Was uns bedroht, sind nicht die Ozonlöcher, sondern die Arschlöcher!"


Peter Turrini gehört zu den großen Schriftstellern Österreichs. Er hat über 40 Bühnen-Stücke und die Drehbücher für die Fernsehserien „Alpensaga“ und „Arbeitersaga“ mitverfasst. Turrini hat in seinen Arbeiten mit romantisierten Heimat-Klischees aufgeräumt und greift Themen wie Ungleichheit und Ausgrenzung von Menschen auf. In einer Rede im Parlament hat Turrini dazu aufgerufen, in politisch schwierigen Zeiten, in denen der Klassenkampf „von oben nach unten“ geführt wird, die „Grenzen des Mutes“ zu erweitern – und sich für Demokratie und gegen Unrecht einzusetzen.
https://kontrast.at/peter-turrini-klassenkampf/

 

2. Zwei Kontinente zwischen Freiheit und Gerechtigkeit


Am 1. Juli 2018 übernahm Österreich unter dem Motto „Ein Europa das schützt“ den EU-Ratsvorsitz.

Österreich rückt dabei u.a. die Themen „Sicherheit und den Kampf gegen illegale Migration“, sowie „Sicherung des Wohlstands und der Wettbewerbsfähigkeit“ ins Zentrum seines EU- Ratsvorsitzes.

Am Dienstag, 18. Dezember 2018 findet im Rahmen des EU- Ratsvorsitzes das Forum Afrika-Europa in Wien statt.

Wir gehen der Frage „Wen schützt Europa, wovor und: wie?“ auf den Grund und sprachen dazu mit Carla Weinzierl, Aktivistin bei Attac Österreich.

Ebenfalls beleuchtet der deutsche Soziologe Stefan Lessenich, wie Europa die Sicherung seines Wohlstands bisher bewerkstelligte und welche Konsequenzen unsere Wirtschaftsweise nach sich zieht.

Abschließend berichtet Emmanuel Mbolela, welcher in seinem Buch „Mein Weg vom Kongo nach Europa“ seine Flucht beschreibt, von den Strapazen und Entwürdigungen, welche Flüchtende gezwungen sind auf ihrer Odyssee auf sich zu nehmen.

#Stimmlagen: https://cba.fro.at/386751

Redaktion: Gerhard Gutschi, Sebastian Ludyga


814. radio%attac - Sendung, 29. 10. 2018

 

1. Gespräch mit Eva Leutner

 

Eva Leutner ist Mitgeschäftsführerin bei Pro mente Kärnten und beim Armutsnetzwerk Kärnten aktiv. Sie spricht über die Anliegen und Bedürfnisse von Menschen, die psychisch erkrankt sind, die arm sind, wie ihnen geholfen werden kann und wie ihre Situation unter der derzeitigen Politik aussieht.

Redaktion: Ronald Heiling


813. radio%attac - Sendung, 22. 10. 2018

1. Reale Dystopien – Chinas Sozial-Kredit-System

 

In der Volksrepublik China wird seit einigen Jahren an einem Sozial-Kredit-System gearbeitet, welches die Bürger mit Punkten bewerten soll. Je nach Punktestand werden die Personen, analog zur Nomenklatur in den Rating-Agenturen, mit Noten von AAA bis hin zu D bewertet. Die Wertungen sind einsehbar, und als Nachweis für verschiedenste Vorgänge, wie zum Beispiel Beförderungen, Reisen oder Wohnungskäufe erforderlich.

Ein Beitrag von Veronika Ritter

 

2. Georg Danzer – Wir werden alle überwacht

 

3. Freiheit oder Gerechtigkeit?

Die Etablierung des Sozial-Kredit-System in China spiegelt unter anderem das Verteilungs- Dilemma wieder. Eine gigantische Bevölkerung die massiv auf Rohstoffe von außerhalb ihres Staatsgebietes angewiesen ist und einen Turbokapitalismus fährt, der westliche Wachstumsraten weit hinter sich gelassen hat.

Ein Kommentar von Sebastian Ludyga

 

Foto: (Symbolbild) CC-BY 2.0 chesilu / Montage: netzpolitik.org

Redaktion: Veronika Ritter, Sebastian Ludyga


812. radio%attac - Sendung, 08. 10. 2018

 

1. European Aviation Summit: Protest gegen Greenwashing der Luftfahrt

 

Aktivist*innen der Klimagerechtigkeitsbewegung „System Change, not Climate Change!“ intervenierten während der Pressekonferenz des Verkehrsministers Norbert Hofer und der EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc am “European Aviation Summit”. Sie protestierten damit gegen den katastrophalen Umgang mit den klimaschädlichen Emissionen des Flugsektors. Die Aktion ist Teil globaler Protestwochen des Netzwerks “Stay Grounded”.

 

Presseaussendung

 

2. Das Wiederaufleben der Donnerstagsdemos

 

Am Donnerstagabend hat Wien die Tradition der Donnerstagsdemos aus den Anfängen der 2000er-Jahre am Wiener Ballhausplatz wieder aufleben lassen. Mehrere tausend Menschen waren dem Aufruf zu einer Kundgebung gegen die türkis-blaue Koalition gefolgt. Lautstark wurde gegen Rassismus und Sozialabbau demonstriert und vor einem Abbau der Demokratie gewarnt.

 

Der Protest soll an die aus der Zeit der ersten schwarz-blauen Regierung stammenden Donnerstagdemos anknüpfen, „Es ist wieder Donnerstag!“ lautete folgerichtig auch der Demo-Aufruf, dem laut Veranstaltern rund 20.000 Menschen gefolgt waren, die sich auf und rund um den Ballhausplatz versammelt hatten.

 

Die Kundgebung vom Donnerstag soll eine wöchentliche Fortsetzung finden. Für kommende Woche plane man einen Protestzug, der von der ÖVP-Zentrale in der Lichtenfelsgasse bis zum Urban-Loritz-Platz führen soll.

 

Redaktion: Sebastian Ludyga


811. radio%attac - Sendung, 02. 10. 2018

1. Das Frauenvolksbegehren

Vor über 20 Jahren – im April 1997 – wurde in Österreich das erste Frauenvolksbegehren durchgeführt und von über 11% der Wahlberechtigten unterstützt. MeToo und Schwarz-Blau sind zwei Erscheinungen, die uns die unveränderte Dringlichkeit von Feminismus und Gleichstellungspolitik – aber auch das politische Scheitern dieses ersten Frauenvolksbegehrens – vor Augen führen.

 

2. Andrea Hladky im Interview mit radio%attac

Andrea Hladky, Sprecherin des Frauenvolksbegehrens erzählt, warum es diesen zweiten Anlauf gerade jetzt so dringend benötigt und welche Schwierigkeiten mit den Forderungen einhergehen.

Ein Beitrag von Elisabeth Hutter & Tabea Prestel

 

3. Kommentar

Wie ist es möglich dass es immernoch notwendig ist über Gleichberechtigung sprechen zu müssen? Haben wir nicht bereits eine kulturelle Stufe erreicht auf der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau eine Selbstverständlichkeit sein sollte? Wie kommt es dann dazu, dass Frauen in den selben Positionen weniger Verdienen, dass die Haus- und Sorgearbeit öfter an ihnen hängen bleibt?

Ein Kommentar von Veronika Ritter

Die Eintragungswoche für das Frauenvolksbegehren findet von 1. bis 8. Oktober statt.

Link zu frauenvolksbegehren.at

Infos zum ersten Frauenvolksbegehren

 

Redaktion: Elisabeth Hutter, Tabea Prestel, Veronika Ritter, Sebastian Ludyga


810. radio%attac - Sendung, 24. 09. 2018

 

1. Der 12 Stunden Arbeitstag

Zwölf Stunden am Tag arbeiten – und 60 Stunden in der Woche. Das dürfen Unternehmen seit dem 1. September von ihren Beschäftigten verlangen. Von Regierungs- und Wirtschaftsseite heisst es, dafür könnte es auch eine Viertagewoche geben und ArbeitnehmerInnen hätten längere Freizeitblöcke. Darauf gibt es aber kein Recht im neuen Gesetz, kritisieren Arbeiterkammer und Gewerkschaften und kämpfen dafür, dass dieses Recht kommt.

 

2. Patrick Christian Bauer im Interview

(799. radio%attac – Sendung, 02. 07. 2018)

Die Regierung will die Arbeitszeit flexibilisieren und möchte dazu das Gesetz ohne Begutachten beschließen. Der Österreichische Gewerkschaftsbund rief dagegen zur Demonstration auf. Patrick Christian Bauer von der Gewerkschaft ProGe berichtet uns von den möglichen Auswirkungen.

Ein Beitrag von Ronald Heiling

 

 3. Lisa Mittendrein (attac)

 Angriff des reaktionären ÖVP/FPÖ-Regimes!: Widerstand!: NEIN zum 12-Stunden-Tag! – Rede von Lisa Mittendrein auf der Demonstration gegen den 12 Stunden Tag, 1. Juli 2018, Wien.

 https://www.youtube.com/watch?v=ZpinYU33Ylc

 

Redaktion: Sebastian Ludyga

 


809. radio%attac - Sendung, 17. 09. 2018

"Die Wut der Arbeiter und die Suche nach einer neuen Wirtschaftsordnung"
(R. Wolff, Ökonom)


„Wenn man eine relativ kleine Gruppe von Leuten, sagen wir die oberen fünf Prozent, so unerträglich reich macht und die Masse der Menschen gleichzeitig in einen Abwärtstrend bringt, der ihnen Angst macht, wird es eine politische Explosion geben“, so der renomierte Ökonom Richard Wolff. Die Verlagerung von Arbeitsplätzen in Billiglohnländer, Lohndrückerei und der Abbau des Wohlfahrtsstaates haben eine strukturelle Krise des Kapitalismus und zugleich eine politische Krise geschaffen. Die Arbeiterschaft sei verunsichert und „alarmiert“. „Die Reichen“, so Wolff weiter, „haben das politische System gekauft und es von jedem demokratischen Fundament gelöst.“ Die Wut der Arbeiter habe entscheidend zu den Rechtstendenzen in Deutschland, zum Aufstieg des Front National in Frankreich, zum Brexit und zum Wahlsieg Donald Trumps beigetragen.

 

Fabian Scheidler von Kontext TV in München hat mit Wolff folgendes Interview geführt. Überschrift: „Die Wut der Arbeiter und die Suche nach einer neuen Wirtschaftsordnung“

Redaktion: Gerhard Gutschi

 


807. radio%attac - Sendung, 03. 09. 2018

1. Acht Prozent aller Treibhausgase entstehen durch Reisen

 

Es ist schon erstaunlich, dass ein Phänomen, welches weltweit Menschenmassen bewegt, mit Blick auf die globale Erwärmung bislang kaum beachtet wurde: das Reisen.

 

Ecowatch

 

 

 

2. Gerardo Nuñez – El Gallo Azul

 

Video auf YouTube

 

3. Paco de Lucia – Entre dos aguas

 

Video auf YouTube

 

4. Rita Apel – Poetry Slam Finale Berlin

 

Mit der Punchline für eine bessere Welt. In vier regionalen Vorentscheiden und einem Finale in Berlin treten Slammerinnen und Slamer aus ganz Deutschland mit ihren Texten zu einer besseren Welt gegeneinander an.

Die Wortkünstlerin Rita Apel machte auf das Problem Mikroplastik auf dem Poetry Slam Finale in Berlin aufmerksam.

 

Video auf YouTube

Codecheck

 

Redaktion: Sebastian Ludyga

 

Fremdmaterial in Entre Dos Aguas, El Gallo Azul by Gerardo Nunez ©, Entre dos aguas by Paco de Lucia ©


806. radio%attac – Sendung, 27. 08. 2018
805. radio%attac – Sendung, 20. 08. 2018

Ulrich Brand
Ulrich Brand

 

10 Jahre nach der Finanzkrise – Die Lehren, die wir nicht gezogen haben

 

 

Zehn Jahre ist der Zusammenbruch der Bank Lehman Brothers jetzt her – höchste Zeit, die Geschichte der globalen Finanzkrise aus Sicht der Zivilgesellschaft zu erzählen. Lehman Brothers wurde zum Symbol für das Scheitern eines deregulierten, liberalisierten und dicht verwobenen Finanzsystems.

 

attac Presseaussendung von 2009

attac Presseaussendung von 2013

attac Presseaussendung von 2018

 

Judit Kovacs im Interview mit Michael Eigner und Martin Stark auf der Attac SOAK 2018

 

2. Die Ärzte – System

 

YouTube Link

 

Redaktion: Judit Kovacs, Veronika Ritter, Sebastian Ludyga

 


804. radio%attac - Sendung, 13. 08. 2018

 


1. Drei Superhelden

Nach dem großen Erfolg der Attac-Gruppe „Alpenriots“ – jenem legendären Wandertag mit Bundeskanzler Sebastian Kurz - bei dem es Attac-Aktivistinnen gelungen ist, den Kanzler hautnah mit ihrem Protest gegen den 12-Stunden-Tag zu konfrontieren, indem sie ihren Dirndlschürzen mit dem Anti-12-Stundentag-Logo hochhoben, sind wir auf die Suche nach alternativen Widerstandsformen gegangen. Fündig sind wir im 21. Wiener Gemeindebezirk, in Floridsdorf geworden: Wir trafen 3 „Superhelden“ auf dem Franz Jonas Platz.

Judit Kovacs und Gerhard Gutschi sprachen mit Shureen Shab-Par, Medizinerin, Schauspielerin und Tänzerin und Bernhard Dechant, Regisseur und Schauspieler.

Nähere Informationen unter www.wirkommen.at im Internetz!

 

2. Wem gehört der öffentliche Raum?

Anlässlich der diesjährigen Sommerakademie von Attac-Österreich in Graz ist unsere Kollegin Judit Kovacs bei einem Abendbummel durch die Altstadt dem Stummfilmstar Buster Keaton über den Weg gelaufen und ist mit der Architektin und Stadtentwicklerin Ida Pirstinger von Urbs´R´Us, die die Bilder zum Laufen brachte, ins Plaudern gekommen.

Gedankenaustausch zum und im öffentlichen Raum sozusagen.

Nähere Informationen unter http://www.urbs-r-us.org/ im Internetz!


Redaktion: Ronald Heiling, Gerhard Gutschi, Judit Kovacs

 


803. radio%attac - Sendung, 06. 08. 2018

1. Wandern mit Sebastian Kurz / Bundeskanzler

Einige Attac-Aktivistinnen sind mit Sebastian Kurz auf den Schneeberg gewandert und erregten ziemlich viel Aufmerksamkeit.

Mitverantwortlich für die Aktion war Julianna Fehlinger. Sie ist schon jahrelang in der Bewegung für Ernährungssouveränität und bei Agrar Attac aktiv.

Julianna setzt sich außerdem in ihrer Arbeit bei der Österreichischen Berg- und KleinbäuerInnen Vereinigung für eine Agrarwende und kleinbäuerliche Landwirtschaft ein.

Mit ihr sprachen Gerhard Gutschi und Judit Kovac.

https://www.viacampesina.at/

 

2. Alternative Jugend und Kulturarbeit am Land gegen Rechts

In ländlichen Gebieten kann einem rechten Konsens und einer rechten Meinungsbildung oft noch weniger entgegengesetzt werden als in den größeren Städten. Das zunehmende Verschwinden von alternativen Jugendzentren und kritischen Kulturinitiativen ist ein schmerzlicher Baustein in diesem Prozess.

Stefanie Freitag nützt die Potentiale von Kultur und Jugendarbeit am Land und zeigt, welche Perspektiven und Strategien in diesem Feld möglich sind am Beispiel der Initiative Container 25 bei Wolfsberg in Kärnten / Koroška.

Das Interview mit Stefanie Freitag führte Ronald Heiling.

https://container25.at/ 

 

Redaktion: Judit Kovacs, Ronald Heiling, Gerhard Gutschi



Ulrich Brand
Ulrich Brand

 

 

 

802. radio%attac – Sendung, 23. 07. 2018

 

Ulrich Brand im Interview

 

Radikale Alternativen Warum man den Kapitalismus nur mit vereinten Kräften überwinden kann

Der US-amerikanische Kulturtheoretiker Fredric Jameson sagte einmal, es sei leichter, sich das Ende der Welt vorzustellen als das Ende des Kapitalismus. Entsprechend beherrscht der Wunsch nach Wachstum und die Orientierung am wirtschaftlichen Gewinn seit Jahrzehnten unser Denken. Alternativen zum kapitalistischen System werden meist als reine Utopien belächelt.

Doch ist das wirklich so? Können wir nicht die verschiedenen Gegenentwürfe, die sich im Globalen Süden und Norden bilden, zu einer neuen Vorstellung verbinden, um aus dem Irrweg des Kapitalismus auszubrechen? In ihrem neuen Buch laden Alberto Acosta und Ulrich Brand ein, diese Konzepte zu erkunden und entlang ihrer Gemeinsamkeiten eine vereinte Vorstellung von einer gerechteren, besseren Zukunft zu finden. Denn nur so lässt sich eine umfassende politische, sozioökonomische und kulturelle Wende einleiten und die zunehmende Vermarktung des Lebens stoppen.

 

Zur Verlagsseite 

 

 

Redaktion: Ronald Heiling, Sebastian Ludyga

 



801. radio%attac – Sendung, 16. 07. 2018

 

radio%attac live von der Attac SommerAkademie in Graz

 

Flüchtende als Sündenböcke, Kürzungen bei der Mindestsicherung, 12-Stunden-Tag, „Hartz IV“ für Österreich, Steuersenkungen für Konzerne, Massenüberwachung. Dieses Jahr widmen wir uns bei der Attac Sommerakademie den besorgniserregenden politischen Entwicklungen national und international.

 

Neu wird dabei sein, dass wir uns nicht nur der Analyse, sondern einen Tag lang auch voll und ganz Strategien und  Organisierungsansätzen widmen wollen. Denn wenn eine andere Welt möglich ist, ist jetzt auch die rechte Zeit für die Frage: Wie kommen wir dahin? Das Motto: „Lassen wir uns nicht von Ohnmachtsgefühlen unterkriegen – organisieren wir uns!“

 

Redaktion: Karin Schuster, Judit Kovac, Ronald Heiling, Roland Ulbrich, Sebastian Ludyga


 

 

 

800. radio%attac – Sendung, 09. 07. 2018

 

 1. Joseph Geobbels und die FPÖ

 

Eine ungewöhnliche Ansprache eines außergewöhnlichen Journalisten. Hans-Henning Scharsach hat dieser Tage den Bruno Kreisky Preis für das Politische Buch für seine jüngste Publikation mit dem Titel „Stille Machtergreifung – Hofer, Strache und die Burschenschaften“ erhalten.

Bei der Dankesrede für den Kreisky Preis im Funkhaus/Wien setzte sich Scharsach damit auseinander, wie ungeniert heute rechtsextreme Politiker sich der Sprache der Nazis bedienen.

 

Mit freundlicher Genehmigung des Renner Institutes.

 

2. Mission Lifeline

 

Private Seenotrettungshilfe aus Dresden zur Rettung Schiffbrüchiger im Mittelmeer. Gegen Abschottung, für legale Einreisewege.

 

Mission Lifeline

Link zum Youtube Video

 

3. Wir-brauchen-die-Station-Lobau-Fest

 

Während die Regierung droht, für den Bau einer Autobahn unter der Lobau ca. 3 Milliarden Euro auszugeben, wird die Ostbahn in Wien, auf der auch die Schnellbahnlinie S80 über die Donau fährt, schmählich vernachlässigt.

Die BürgerInitiative S80 Lobau, die sich für die Wiedererrichtung der Station Lobau einsetzt, hat am Freitag 9. Juni ein sogenanntes „Wir-bauchen-die-Station-Lobau-Fest“ veranstaltet.

 

Ein Beitrag von Jutta Matysek

Zur BürgerInitiative S80 Lobau

Facebook

 

4. Die Politik der EU schützt nicht uns, sondern nur Reiche und Konzerne

 

Mit der Fotoaktion “A Europe that protects nobody but the 1%” hat Attac Österreich heute am Ballhausplatz den Zynismus des Mottos der österreichischen Ratspräsidentschaft „Ein Europa das schützt“ verdeutlicht. Anlass war der Besuch der EU-Kommission bei Bundesregierung und Bundespräsident.

Für Attac steht außer Zweifel, dass internationale Kooperation und Solidarität unerlässlich sind. Doch für eine „soziale EU“, in der Menschenrechte und die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen im Zentrum stehen, gibt es in den EU-Verträgen und -Institutionen kaum Spielräume. Sie machen die EU zu einem Raum verschärfter Konkurrenz sowohl zwischen den Mitgliedstaaten als auch auf globaler Ebene. Gerade angesichts der tiefen politischen Krise ist es nötig, politische Alternativen von unten aufzubauen und andere Formen internationaler Zusammenarbeit abseits der EU zu denken.

 

Zur Fotoaktion auf attac.at

 

Redaktion: Jutta Matysek, Sebastian Ludyga


799. radio%attac – Sendung, 02. 07. 2018

 

1. Der ökologische Fußabdruck 

 

Wolfgang Pekny erzählt uns über ein gutes Leben für alle. Dem ist nicht zu widersprechen, außer, dass es im Moment gar nicht danach aussieht. Im Raumschiff Erde werden schon mehr Ressourcen verbraucht als nachwachsen können und dies liegt nur an einem Viertel der Menschheit. Zu diesem Viertel gehören auch wir und das Problem dabei ist, dass je mehr wir verbrauchen, desto weniger bleibt den anderen. Wieso also nicht versuchen, den eigenen Anteil von 1,7 Hektar Fläche nicht zu überschreiten? 

 

Ein Beitrag von Tabea Prestel

 

2. Demo gegen den 12 Stunden Arbeitstag

 

Die Regierung will die Arbeitszeit flexibilisieren und möchte dazu das Gesetz ohne Begutachten diese Woche beschließen. Der Österreichische Gewerkschaftsbund rief dagegen zur Demonstration auf. Patrick Christian Bauer von der Gewerkschaft ProGe berichtet uns von den möglichen Auswirkungen.

 

Ein Beitrag von Ronald Heiling

 

Redaktion: Ronald Heiling, Sebastian Ludyga

 


798. radio%attac – Sendung, 25. 06. 2018

 

1. Pressekonferenz der Genossenschaft für Gemeinwohl – die ethische Alternative

 

Zum ersten Mal entstanden mit der Bank für Gemeinwohl ethische Finanzdienstleistungen aus der Mitte der Gesellschaft. Dabei wurden Werte wie Transparenz, Mitbestimmung und Verantwortung in den Mittelpunkt des Handelns gestellt: Das Gemeinwohl steht im Fokus, nicht der Gewinn.

Die Vision ist ein nachhaltiger Wandel der Finanzwirtschaft: Geld soll für die Menschen da sein – nicht umgekehrt.

Nun wurde der Konzessionsantrag der Genossenschaft für ein Zahlungsinstitut jedoch von der FMA abgelehnt.

 

Genossenschaft

Akademie

Crowdfunding Plattform

 

Ein Beitrag von Roland Ulbrich

 

2. Friedenswoche „Stopp Air Base Ramstein – Keinen Drohnenkrieg!“

 

Die Kampagne „Stopp Air Base Ramstein“ ist eine Friedensveranstaltung, die sich gegen den US-Militärstützpunkt in Ramstein (Deutschland) stellt. Die Air Base Ramstein ist das grösste Luftdrehkreuz der US Streitkräfte außerhalb der USA und einer der größten Umschlagspunkte für ihre Kriege. Ohne Genehmigung von Deutschland gingen von dort aus auch Waffenlieferungen nach Syrien.

Der Boden auf dem das stattfindet wird dennoch bereitwillig von Deutschland zur Verfügung gestellt. Kriege führen, sie unterstützen, sie zuzulassen nach dem Motto „Wir wissen von nichts“ – beides nicht unbedingt förderlich um Frieden herzustellen!

 

Eugen Drewermann auf Youtube

Kampagne

 

Ein Beitrag von Sebastian Ludyga

 

3. Die Attac Sommerakademie 2018

 

Dieses Jahr widmen wir uns bei der Attac Sommerakademie den besorgniserregenden politischen Entwicklungen national und international. Neu wird dabei sein, dass wir uns nicht nur der Analyse, sondern einen Tag lang auch voll und ganz Strategien und  Organisierungsansätzen widmen wollen. Denn wenn eine andere Welt möglich ist, ist jetzt auch die rechte Zeit für die Frage: Wie kommen wir dahin?

über 50 Workshops zu globalisierungskritischen Themen wie Steuergerechtigkeit, Anders Handeln, Klimagerechtigkeit, Menschenrechte und Demokratie

Podien mit renommierten Expertinnen und Experten

Räume für Austausch und Vernetzung

Live-Musik/buntes kulturelles Rahmenprogramm

11. – 15. Juli 2018, Graz

 

Info und Anmeldung

 

Redaktion: Roland Ulbrich, Sebastian Ludyga

 


797. radio%attac – Sendung, 18. 06. 2018

 

1. Die Wirkung der Industrie 4.0 auf die Arbeitswelt

 

Bei wie vielen Erwerbstätigen besteht die Gefahr, dass ihr Arbeitsplatz durch digitale Prozesse substituiert und mittelfristig wegfallen wird?

Die fortschreitende Digitalisierung von Arbeitstätigkeiten und -prozessen wird für alle Beschäftigen eine Rolle spielen. Tätigkeitsanforderungen bzw. –profile werden sich verändern, manche Berufe werden vollkommen wegfallen und neue Berufe werden entstehen.

 

Ein Beitrag von Surya Knöbel

 

2. Pfingstsymposium in der Waldviertler Schuhwerkstatt

 

Unter dem Motto „Diese Wirtschaft tötet – wir bauen eine andere!“ fand vom 18. – 21. 05. 2018 in Schrems eine Open-Space-Konferenz statt. Wir sprachen mit Franz Rohrmoser über strukturelle Gewalt in der Agrarwirtschaft und die Ausnutzung von Machtverhältnissen.

https://symposium.rueckenwind.coop/

 

Ein Beitrag von Judit Kovac

 

3. Bundesrat und Bundespräsident müssen CETA die Rote Karte zeigen

 

Noch haben der Bundesrat und Bundespräsident Van der Bellen die Chance, CETA die Rote Karte zu zeigen und damit die Interessen von Mensch und Umwelt über Konzerninteressen zu stellen. Unser Widerstand gegen CETA wird weitergehen.

https://www.attac.at/news/detailansicht/datum/2018/06/13/ceta-schweres-foul-an-der-demokratie.html

 

Redaktion: Judit Kovac, Surya Knöbel, Sebastian Ludyga, Cilli Supper


796. radio%attac – Sendung, 11. 06. 2018

 

Martin Luther King Jr. – 50 Jahre nach seinem Tod

 

Anführer des gewaltfreien Kampfes gegen die Rassendiskriminierung in den USA und Hoffnungsträger für Millionen Schwarze: Martin Luther King predigte den zivilen Ungehorsam. Vor 50 Jahren, im April 1968, wurde der Priester und Bürgerrechtler erschossen. Wir blicken zurück auf sein Leben und Wirken.

 

Rede

Video: Nina Simone – Why? The King of Love is Dead

 

 

Redaktion: Laura Hörner

 


795. radio%attac – Sendung, 05. 06. 2018

 

Pfingstsymposium in der Waldviertler Schuhwerkstatt

 

Unter dem Motto „Diese Wirtschaft tötet – wir bauen eine andere!“ fand vom 18. - 21. 05. 2018 in Schrems eine Open-Space-Konferenz statt. Wir sprachen mit:

 

1.) Marion Schumann

www.ent-decke.at

 

2.) Mario und Susanne Filzi, die einen Workshop über das Jonglieren hielten. Warum? Siehe dazu auch auf:

www.filzi.at

 

Mehr Infos zum Symposium finden Sie auf der Website:

Pfingstsymposium 

 

Gestaltung: Judit Kovacs


794. radio%attac – Sendung, 28. 05. 2018

 

1. E. A. Rauter – Wie eine Meinung in einem Kopf entsteht 

Oder das Herstellen von Untertanen

 

In der Schule werden Menschen gemacht. Den Vorgang des Menschenmachens nennt man Erziehung. Das Elternhaus, das Kino, das Fernsehen, das Theater, der Rundfunk, die Zeitungen, Bücher und Plakate sind Schule in weiterem Sinne. Alle Stellen, die Informationen vermitteln, sind Schulen.

Zum Machen von Dingen verwendet man Werkzeuge. Das Werkzeug, mit dem Menschen gemacht werden, ist die Information.

Soweit die Menschen nicht natürlichen Bedürfnissen, der Gewohnheit oder der Gewalt folgen, hängt ihr Handeln davon ab, was sie wissen. Auch Gewohnheiten entstehen zum Teil aus Informationen. Da die Handlungen eines Menschen den Ablauf seines Lebens steuern, bestimmen die Informationen, die er bekommt, wie er lebt. Die Schulen machen nicht nur Menschen, Schulen machen auch Lebensläufe.

Text Download

 

Redaktion: Sebastian Ludyga


793. radio%attac – Sendung, 21. 05. 2018

 

1. CETA – Politik über die Köpfe der BürgerInnen hinweg

 

Mit CETA soll ein Abkommen beschlossen werden, das Umwelt- und Konsumentenschutz-Standards unterwandert, sowie demokratische Strukturen gefährdet. Dennoch will die schwarz-blaue Regierung CETA durchpeitschen.

Dabei steht die überwiegende Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher hinter den UmweltschützerInnen: Eine Umfrage zeigt, dass CETA von fast drei Viertel der Bevölkerung abgelehnt wird. Das Volksbegehren gegen TTIP und CETA wurde überdies von über 560.000 Menschen unterstützt. Greenpeace Sprecher Jens Karg beim Bundeskanzleramt in Wien im Interview mit Jutta Matysek.

Petition

Ein Beitrag von Jutta Matysek, Foto: © Greenpeace - Mitja Kobal

 

2. Facebook – Der wahre Preis der Ware „Information“

 

Die digitale Revolution hat innerhalb der vergangenen 30 Jahre zu einem totalen Umbruch in fast all unseren Lebensbereichen geführt. Die neuen Medien beeinflussen zunehmend das Kommunikationsverhalten, Sozialisationsprozesse und unsere Sprachkultur.

Die mit der Digitalen Revolution verbundene massenhafte Sammlung, Speicherung und Übertragung digitaler Daten hat zuvor ungekannte Möglichkeiten der Überwachung eröffnet, die sich rechtsstaatlicher Kontrolle teilweise entziehen.

Facebook ist heute in der Lage, durch die Analyse von 300 „I like“-Klicks eines Menschen besser als dessen Lebenspartner zu wissen, welche Vorlieben und Abneigungen der betreffende Mensch hat.

Ein Beitrag von Surya Knöbel, Sebastian Ludyga

 

Redaktion: Laura Hörner, Surya Knöbel, Sebastian Ludyga

 


792. radio%attac – Sendung, 14. 05. 2018

 

1. Gedenktages gegen Gewalt & Rassismus

 

Adorno sagt: „Es gibt kein richtiges Leben im falschen“ – aber das ließ ihn keineswegs an der Möglichkeit der Moral verzweifeln.

Der österreichische Schrifsteller Michael Köhlmeier hielt anlässlich des Gedenktages gegen Gewalt & Rassismus am 4. Mai in der Hofburg Wien eine Rede, für die er einiges an Kritik einstecken musste.

Vertonung der Rede von Ronald Heiling / Kommentar von Sebastian Ludyga

 

2. Frauenvolksbegehren – Andrea Hladky im Interview

 

Vor über 20 Jahren – im April 1997 – wurde in Österreich das erste Frauenvolksbegehren durchgeführt und von über 11% der Wahlberechtigten unterstützt. MeeToo und Schwarz-Blau sind zwei Erscheinungen, die uns die unveränderte Dringlichkeit von Feminismus und Gleichstellungspolitik – aber auch das politische Scheitern dieses ersten Frauenvolksbegehrens – vor Augen führen.

Andrea Hladky, Sprecherin des Frauenvolksbegehrens erzählt, warum es diesen zweiten Anlauf gerade jetzt so dringend benötigt und welche Schwierigkeiten mit den Forderungen einhergehen.

Die Eintragungswoche für das Frauenvolksbegehren findet von 1. bis 8. Oktober statt.

frauenvolksbegehren.at

Erstes Frauenvolksbegehren

Ein Beitrag von Elisabeth Hutter & Tabea Prestel

 

3. Stoppt das Bienensterben!

 

Mitte der Neunzigerjahre stellten Imker ein zunehmendes Sterben ganzer Bienenvölker fest. Seitdem hat sich die Situation für die Honigbienen kontinuierlich verschlechtert. In Österreich ist die Zahl der Honigbienenvölker von 1995 bis 2015 um 25 Prozent gefallen – das sind über 100.000 Bienenvölker. Laura Hörner mit einer Zusammenfassung der Gefahren, die für Bienen relevant sind, vor allem für Wildbienen.

5-minuten-info

Ein Beitrag von Laura Hörner

 

Redaktion: T. Prestel, E. Hutter, L. Hörner, R. Heiling, S. Ludyga

 


791. radio%attac – Sendung, 07. 05. 2018

 

1. Elmar Altvater gestorben

 

Am 1. Mai ist Elmar Altvater im Alter von 79 Jahren gestorben. Er war Gründungsmitglied des wissenschaftlichen Beirats von Attac Deutschland, hat an vielen Stellungnahmen mitgewirkt und trat häufig öffentlich auf, um mit seinen Analysen zu politischen Klärungsprozessen und Strategiebildung beizutragen: bei Attac-Kongressen, Sommerakademien oder vor lokalen Gruppen.

 

Elmar Altvater war auch mehrfach in Österreich zu Gast – etwa bei der Attac-Sommerakademie 2009 zum Thema „Bausteine für ein zukunftsfähiges Wirtschafts- und Gesellschaftssystem“ oder bei einem Europakongress im selben Jahr. Seine Analysen haben auch die Debatten bei Attac Österreich bereichert.

Nachruf von attac

http://www.prokla.de/

Ein Beitrag von Judit Kovac und Gerhard Gutschi

 

2. 200 Jahre Karl Marx – Warenfetischismus und Mehrwert

 

Karl Marx wurde am 5. Mai 1818 in Trier geboren, sein Geburtstag jährt sich zum zweihundertsten Mal.

Marx stellt klar: Mehrwert ist nicht der Gewinn, der durch geschicktes Tauschen, also billig ein- und teuer verkaufen entsteht. Mehrwert ist nach Marx »seinem Wesen nach lebendige, bei der Produktion verausgabte Arbeit, die sich der Kapitalist unentgeltlich aneignet

Ein Beitrag von Surya Knöbel

Redaktion: Gerhard Gutschi, Surya Knöbel, Sebastian Ludyga


790. radio%attac – Sendung, 30. 04. 2018

 

1. EU-Finanzregulierer mit Verbindungen zur Finanzindustrie

 

Zehn Jahre nach Beginn der Finanzkrise rotiert die Drehtüre zwischen der Finanzindustrie und der für ihre Regulierung zuständigen EU-Behörde munter weiter: Ein Drittel der führenden Beamten, die zwischen 2008 und 2017 in der Generaldirektion Finanzstabilität, Finanzdienstleistungen und Kapitalmarktunion (GD FISMA) arbeiteten, kamen entweder aus der Finanzindustrie oder wechselten nach ihrem Ausscheiden dorthin. Dies zeigt eine neue Studie des Politikwissenschaftlers Yiorgos Vassalos und der Brüsseler NGO Corporate Europe Observatory (CEO).

Link zur Studie

Ein Beitrag von Ronald Heiling

 

2. AV & GV [Attac]

 

Am 21. und 22. April fanden sich Attac-AktivistInnen aus ganz Österreich am Mondsee ein. Grund war die AktivistInnen- und Generalversammlung. Karin Schuster war dabei und gibt Einblicke in die Tätigkeitsfelder der AktivistInnen, Attac inside – sozusagen…

http://attac.at/

Bei der Generalversammlung von Attac wurde von der Inhaltsgruppe KlimAttac ein neues Positionspapier vorgestellt und auch angenommen. Karin hat Michael Toner von KlimAttac zum Gespräch gebeten.

Engagieren

Ein Beitrag von Karin Schuster

 

Redaktion: Karin Schuster, Sebastian Ludyga

 


 

789. radio%attac – Sendung, 23. 04. 2018

 

1. Stadt für alle.

Analysen und Aneignungen

 Rassistische Polizeikontrollen, Ausschlüsse aus dem sozialen Wohn-bau, Bettelverbote und Vertreibung von Sexarbeiter_innen: Grenzen ziehen sich als Alltagspraktiken durch Städte, dabei werden Städte erst durch Migration gemacht.

  Heidrun Aigner forscht derzeit zur Frage, wie in Wien neue Grenz-praktiken unter dem Deckmantel der Drogenpolitik etabliert werden. Sie mag Initiativen, die sich Stadt in Selbstorganisation solidarisch aneignen.

Stadt für Alle

Ein Bericht von Laura Hörner

 

 

 

2. Weiter Stillstand im EU-Rat im Kampf gegen Konzern-Steuertricks

  Zwischen den EU-Mitgliedsstaaten herrscht weiterhin Stillstand im Kampf gegen die Steuertricks multinationaler Konzerne: Wie eine Aussprache im EU-Parlament gestern Abend gezeigt hat, haben sich die Regierungen im Rat noch immer nicht auf einen gemeinsamen Standpunkt zum Thema öffentliche länderweise Berichte einigen können.

attac.at/news

 

3. "Donut-Ökonomie": Vom Mut, eine neue Ökonomie zu denken

  Die britische Ökonomin Kate Raworth stellt mit einem überraschenden Donut-Diagramm die Wirtschaftswissenschaft auf den Kopf.

In ihrem Buch "Donut-Ökonomie" dekonstruiert sie das vorherrschende neoklassische Paradigma der Wirtschaftswissenschaft – vom "Marktmechanismus" über den "Homo oeconomicus" bis zum Glauben an das BIP – und setzt sieben neue Denkansätze für die Ökonomien des 21. Jahrhunderts an dessen Stelle.

  "Wenn wir die Wirtschaftswissenschaft neu schreiben wollen, müssen wir auch ihre Bilder neu zeichnen." In den Modellen und Gleichungen der Neoklassik fehlten die wichtigsten Dinge: Natur, Ethik, Gefühle, Machtverhältnisse oder unbezahlte Hausarbeit und Kinderbetreuung.

  Bezüglich der Umsetzung offeriert sie einen breiten Fächer von Lösungsansätzen. Dieser reicht von neuen Wohlstandsindikatoren bis zur Gemeinwohlbilanz, von Negativzinsen bis Komplementärwährungen, von einer Open Source Circular Economy, die kooperativ angelegt ist, bis zur Demokratisierung von Unternehmen.

Kate Raworth

 

 

Redaktion: Laura Hörner, Sebastian Ludyga

 



788. radio%attac – Sendung, 16. 04. 2018

 

1. Die Welt der Genossenschaften
Roland Ulbrich besuchte für uns die GEA-Akademie in Schrems. Dort traf er u.a. auf Karl Staudinger, welcher die Gründung des Förder- und Revisionsverbands „Rückenwind“ mitinitiierte.

„Rückenwind“

GEA Mama

GEA Soft

GEA Akademie

Ein Beitrag von Roland Ulbrich

 

2. Attac Österreich solidarisch mit streikenden SNCF-Beschäftigten in Frankreich

Die Regierung von Emmanuel Macron greift die staatliche Eisenbahngesellschaft Frankreichs die SNCF an. Attac Österreich möchte seine volle Unterstützung für die ArbeitnehmerInnen des Unternehmens und aller Subunternehmen sowie für die BürgerInnen zum Ausdruck bringen, die den Preis für die Privatisierung und den Abbau eines effizienten öffentlichen Dienstes zahlen würden.

attac.at/news

 

3. Sachspenden schaffen Arbeit

WIR GEBEN ist eine neue gemeinnützige Online-Plattform.

In Kooperation mit willhaben macht die zivilgesellschaftliche, unabhängige und gemeinnützige Sozial- und Friedensinitiative WIR GEBEN Ihre Sachspenden zu Geld. Mit dem Verkauf Ihrer Artikel auf WIR GEBEN helfen sie arbeitswilligen Menschen in Österreich, die von Arbeitslosigkeit und oft auch von Armut oder Ausgrenzung betroffen sind.

Das Interview mit dem Gründer Ernst Löschner.

WIR GEBEN

 

 

Redaktion: Roland Ulbrich, Sebastian Ludyga

 


Stephan Schulmeister: „Die Regierung schwächt die Schwachen und stärkt die Starken."
Stephan Schulmeister: „Die Regierung schwächt die Schwachen und stärkt die Starken."


787. radio%attac - Sendung, 09. 04. 2018

 

1. Zivilgesellschaftliche Allianz vor Budgethearing: „Dieses Budget bringt Unsicherheit“

ExpertInnen kritisieren das schwarz-blaue Doppelbudget und präsentieren solidarische, emanzipatorische und ökologisch nachhaltige Alternativen.

„Dieses Budget bringt mehr Unsicherheit für ältere Arbeitsuchende, für Menschen, die

sich in Österreich integrieren wollen und für Familien mit geringeren Einkommen. Die geplanten Maßnahmen drohen so soziale Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft noch weiter zu vertiefen“

attac.at/news

2. BOKU: Ringvorlesung Energiedemokratie

In dieser studentisch organisierten Ringvorlesung wird das Konzept „Energiedemokratie“ aus inter- und transdisziplinärer Perspektive betrachtet. Dieses umfasst unter anderem Fragestellungen hinsichtlich der Auswirkungen von Stromproduktion und -distribution auf Gesellschaft und Umwelt, Analysen der derzeitigen Macht- und Eigentumsverhältnisse im Energiesektor, sowie mögliche und bereits praktizierte Alternativen. Die Energiewende wird in diesem Zusammenhang als gesellschaftspolitisches Projekt verstanden, das es zu gestalten gilt.

Nächster Termin: 17. April “Machtverhältnisse im Energiesektor“

attac.at/energiedemokratie

Redaktion: Sebastian Ludyga


786. radio%attac - Sendung, 02. 04. 2018

 

1. Löger schützt leistungslose Millioneneinkommen

 

Finanzminister Löger schützt mit seinem Budget weiterhin Steuerprivilegien für leistungslose Millionenerbschaften und Kapitaleinkommen, während er bei Integration und der Mindestsicherung kürzt. Er verschärft damit die steigende Ungleichheit. Die Regierung zeigt damit, dass sie vor allem ihren GroßspenderInnen verpflichtet ist und nicht der Mehrheit der Menschen.

 

http://www.attac.at/news/detailansicht/datum/2018/03/21/budget-loeger-schuetzt-leistungslose-millioneneinkommen.html

 

2. Greenpeace Weckruf nach 100 Tagen Türkis-Blau im Amt

 

 

Wien – Mit einem knapp vier Meter hohen, läutenden Wecker sendete Greenpeace vor dem Bundeskanzleramt einen Weckruf an die schwarz-blaue Regierung. Der Grund für die Protestaktion: Greenpeace hat die ersten 100 Tage Arbeit der Regierung einem Öko-Check unterzogen und zieht eine negative Bilanz: Die Bundesregierung hat die umweltpolitischen Herausforderungen verschlafen

 

 

Das Fact Sheet „Öko-Check – 100 Tage Schwarz-Blau“ finden Sie unter: https://bit.ly/2DWniyS

 

Jutta Matysek im Interview Herwig Schuster ( Greenpeace)

 

3. BOKU: Ringvorlesung Energiedemokratie

 

In dieser studentisch organisierten Ringvorlesung wird das Konzept "Energiedemokratie" aus inter- und transdisziplinärer Perspektive betrachtet. Dieses umfasst unter anderem Fragestellungen hinsichtlich der Auswirkungen von Stromproduktion und -distribution auf Gesellschaft und Umwelt, Analysen der derzeitigen Macht- und Eigentumsverhältnisse im Energiesektor, sowie mögliche und bereits praktizierte Alternativen. Die Energiewende wird in diesem Zusammenhang als gesellschaftspolitisches Projekt verstanden, das es zu gestalten gilt.

 

Nächster Termin: 17. April ''Machtverhältnisse im Energiesektor''

 

http://www.attac.at/events/reihe-energiedemokratie.html

 

Redaktion: Jutta Matysek, Sebastian Ludyga



785. radio%attac – Sendung, 26. 03. 2018

 

Rosa Luxemburg – Konferenz in Wien

 

Unsere Zeitung in Kooperation mit der Volkshochschule Wien-Hietzting veranstaltete am 2.und 3.März 2018 die erste Rosa Luxemburg – Konferenz in Wien.

 

Rosa Luxemburg – Konferenz in Wien :

https://www.rosaluxemburgkonferenz.at/zurkonferenz/

 

Unsere Zeitung:

https://www.unsere-zeitung.at/

 

Redaktion: Roland Ulbrich

 


 

784. radio%attac - Sendung, 19. 03. 2018

 

1. Aktionskollektiv Freie Bildung – Vollversammlung

 

Vor 80 Jahren sprach der österreichische Kanzler Kurt Schuschnigg zu Österreich. Per Radio übertrug er seine Nachricht: „Er werde sich der Gewalt der Nationalsozialisten fügen- Gott schütze Österreich“, doch wovor? Einem Regime, das willkommen geheißen wurde?

 

1938 wurde Österreich von Nazideutschland annektiert, große Teile der Bevölkerung begrüßten den „Anschluss“, jedoch das brutale Novemberpogrom überzeugte viele davon, aus dem Land zu flüchten.

 

Ein Beitrag von Moritz Lerchbaumer und dem Aktionskollektiv Freie Bildung

 

aktionskollektiv-freie-bildung-vollversammlung

 

facebookseite

 

2. Großdemo gegen Rassismus und Faschismus in Wien

 

Am Samstag, 17. März, protestierten auf der ganzen Welt zehntausende Menschen am UN-Tag gegen Rassismus für Vielfalt, Toleranz und Multikulturalismus.

 

Rede Monika Salzers von Omas gegen Rechts:

 

https://www.youtube.com/watch?v=vzVuz0q56QY&feature=youtu.be&app=desktop

 

3. BOKU: Ringvorlesung Energiedemokratie

 

In dieser studentisch organisierten Ringvorlesung wird das Konzept "Energiedemokratie" aus inter- und transdisziplinärer Perspektive betrachtet. Dieses umfasst unter anderem Fragestellungen hinsichtlich der Auswirkungen von Stromproduktion und -distribution auf Gesellschaft und Umwelt, Analysen der derzeitigen Macht- und Eigentumsverhältnisse im Energiesektor, sowie mögliche und bereits praktizierte Alternativen.

Die Energiewende wird in diesem Zusammenhang als gesellschaftspolitisches Projekt verstanden, das es zu gestalten gilt.

Nächster Termin: 20. März ''Energie schafft Gesellschaft - warum uns unser Energiesystem strukturell als Gesellschaft verändert''

 

http://www.attac.at/events/reihe-energiedemokratie.html

 

Redaktion: Moritz Lerchbaumer, Sebastian Ludyga

 


783. radio%attac - Sendung, 12. 03. 2018

 

1. „Anders Handeln – Globalisierung gerecht gestalten“

Seit 2014 haben mehr als 60 Organisationen im Rahmen des Bündnisses „TTIP STOPPEN“ gegen TTIP, CETA und TiSA gekämpft. Gemeinsam gelang es, Bewusstsein für die Probleme des Handelsabkommens CETA zu schaffen, der EU-Kommission Steine in den Weg zu legen und TTIP vorerst zu verhindern. Doch EU-Regierungen und Kommission treiben die neoliberale Handelsagenda mit Abkommen wie EU-Japan, EU-Mercorsur und EU-Singapur unverändert voran.

https://www.wuk.at/programm/anders-handeln/

 

2. Finanzkrise: 10 Jahre Verstaatlichung von Northern Rock, doch an den Finanzmärkten hat sich nichts geändert

Seit Ausbruch der Krise ist wenig geschehen, um Banken und Finanzmärkte zu regulieren und zukünftige Krisen zu verhindern. Die Banken sind nach wie vor zu groß, zu eng verflochten und zu mächtig. Sie agieren mit viel zu wenig Eigenkapital und zu riskant. Auf den Finanzmärkten dominieren kurzfristige Spekulation und riskante Produkte.

Wir müssen die Kontrolle über die Finanzmärkte zurückerobern, denn der Finanzsektor muss der Gesellschaft dienen, nicht umgekehrt!

http://www.attac.at/news/

Ein Bericht von Lisa Belz

 

Redaktion: Sebastian Ludyga



782. radio%attac - Sendung, 05. 03. 2018

 

„Ein Prozent ist genug!“ – Bericht an den Club of Rome


Der Generalsekretär des Club of Rome, Graeme Maxton, hat in Wien einen Vortrag über den Götzen „Wirtschaftswachstum“ gehalten. Er präsentierte damit auch einen neuen „Bericht an den Club of Rome“. Der erste „Bericht an den Club of Rome“ aus dem Jahr 1972 erlangte Berühmtheit. Seine Brisanz hat allerdings enorm zugenommen – weil der Kurs nicht geändert, sondern vielmehr das Tempo ohne die notwendige Kursänderung erhöht wurde.

 

Dieser Bericht ist in Buchform erschienen: „Ein Prozent ist genug“, Autoren: Graeme Maxton und Jorgen Randers, oekom verlag München
ISBN: 978-3-86581-810-2

 

http://www.clubofrome.at/

 

 

Redaktion: Roland Ulbrich

 

 

 


781. radio%attac - Sendung, 26. 02. 2018

 

 

1. Alles wieder ok an den Börsen?

Ah, das große Aufatmern: der Kurssturz der amerikanischen, asiatischen und europäischen Börsen hat sich wieder gedreht, es sind wieder Kursanstiege zu verzeichnen. In den Medien werden Vergleiche mit dem Schwarzen Freitag der 1930er Jahre angestellt und verworfen, die Kommentatoren ergehen sich in wagemutigen Erklärungsversuchen, die Politiker atmen auf, und „die Investoren“, die Lenker, die Mover und Shaker des ökonomischen Weltgeschehens haben nur Papierverluste von mehreren Billionen Dollar erlitten.

War das wirklich alles?

 http://www.attac.at/news/detailansicht/datum/2018/02/15/alles-wieder-ok-an-den-boersen.html

 Ein Kommentar von Kurt Bayer

 

2. Foodsharing - Laura Hörner im Gespräch mit Walter Albrecht

 „In Wien wird täglich jene Menge an Brot als Retourware vernichtet, mit der die zweitgrößte Stadt Österreichs, das ist Graz, versorgt werden kann“. Dieser Satz stammt aus dem Dokumentarfilm „We feed the world“ von Erwin Wagenhofer und ist ohne Frage erschreckend. An Dramatik gewinnt er, wenn man bedenkt, dass mehr als 800 Millionen Menschen weltweit hungern. Gründe für die Verschwendung gibt es zahlreiche – auf ein paar wird im folgenden Beitrag eingegangen - aber vor allem auf einen Initiative, die sich gegen Lebensmittelverschwendung einsetzt -namentlich Foodsharing.

https://foodsharing.de

Ein Beitrag von Laura Hörner

 

3. Versprechen gebrochen: Barroso lobbyierte für Goldman Sachs

Im Oktober 2016 gab das Ethik-Komitee der EU-Kommission grünes Licht für den Seitenwechsel von Ex-EU-Kommissionspräsident Barroso zur globalen Investmentbank Goldman Sachs. Ausschlaggebend für die umstrittene Entscheidung war Barrosos Zusage, keine Lobbyarbeit für die Investmentbank zu betreiben. Doch genau dabei wurde er nun ertappt.

Ein Skandal, der Folgen haben muss!

http://www.attac.at/news/detailansicht/datum/2018/02/20/versprechen-gebrochen-barroso-lobbyierte-fuer-goldman-sachs.html

Ein Bericht von Cäcilia Supper- Schmitzberger

 

4. Apple eröffnet – Attac protestiert: „Apple, zahl deine Steuern!“

Mit einer Protestaktion bei der Eröffnung des ersten Apple-Stores in Österreich hat Attac auf die skandalöse Steuerpolitik des Konzerns aufmerksam gemacht.

Video

http://www.attac.at/news/detailansicht/datum/2018/02/24/apple-eroeffnet-attac-protestiert-apple-zahl-deine-steuern.html

Ein Bericht von Lisa Belz

 

5. Glenn Miller – Don't Sit Under The Apple Tree

 

Redaktion: Laura Hörner, Sebastian Ludyga

 



780. radio%attac - Sendung, 19. 02. 2018

 

1. Finanzminister Löger will, dass Konzern-Steuertricks im Dunkeln bleiben

Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ berichtet, spricht sich der neue ÖVP-Finanzminister gegen das sogenannte öffentliche Country-by-Country-Reporting aus, über das derzeit im EU-Parlament und zwischen den EU-Finanzministern verhandelt wird. Mit diesen Berichten müssten multinationale Unternehmen unter anderem öffentlich machen, wie viel Gewinn sie in einem Staat erzielen und wie viel Steuern sie darauf entrichten.

http://www.attac.at/news/detailansicht/datum/2018/02/12/loeger-will-dass-konzern-steuertricks-im-dunkeln-bleiben.html

Ein Bericht von Cäcilia Supper-Schmitzberger 

 

2. Anarchismus – Ein unbändiges Ideal

Sonntagsgespräche im Wiener Volkstheater – moderiert von Ilija Trojanow

Seit den alten Griechen steht Anarchie für die Vision einer herrschaftslosen Gesellschaft, für Freiheit des Einzelnen und Gerechtigkeit innerhalb der Gesellschaft. In Zeiten, in denen sowohl Freiheit als auch Gerechtigkeit abnehmen und der globalisierte Kapitalismus als alternativlos propagiert wird, gibt es ein gesteigertes Interesse an diesem Ideal, das unzählige Aktivistinnen und Aktivisten, Künstlerinnen und Künstler bis heute inspiriert.

Mit Dilar Dirik und Konstantin Wecker kommen zwei Menschen mit sehr unterschiedlichen Erfahrungen und Ausdrucksformen miteinander ins Gespräch. Die Akademikerin und Frauenrechtlerin Dilar Dirik kann aus eigener Anschauung von den Experimenten in Selbstverwaltung und Emanzipation berichten, die gegenwärtig in dem kurdisch kontrollierten Teil Nordsyriens (Rojava) stattfinden, aber auch von der Bedeutung anarchistischer Denkerinnen, wie etwa Emma Goldman, für den kurdischen Widerstand. Konstantin Wecker, der legendäre Liedermacher, hat ein Leben lang machtkritische Überlegungen angestellt, die sich in seinen Liedern und Texten niedergeschlagen haben. Er ist ein kritischer und unbändiger Geist, der einen anderen Aspekt der anarchistischen Tradition repräsentiert: die Poesie einer radikal humanen Haltung. Als Dichter steht er somit in einer Reihe mit so großartigen Poeten wie Oscar Wilde, James Joyce und Erich Mühsam.

http://www.volkstheater.at/stueck/anarchismus-ein-unbaendiges-ideal/

 

Redaktion: Sebastian Ludyga

 


779. radio%attac – Sendung, 12.02.18

 

1. UNI-WIEN-GEGEN-RECHTS

Anfang des Jahres erwuchs aus der neuen politischen Lage im Land die Initiative uniwien-gegen-rechts, die Studierende aller Fachrichtungen und Universitäten Wiens unter sich vereint, um gemeinsam für das grundlegende Recht auf Bildung und gleiche Zugangschancen zu Bildungseinrichtungen, unabhängig vom sozialen und ökonomischen Hintergrund, einzustehen.

Petition gegen die Einführung von Studiengebühren:

https://www.openpetition.eu/at/petition/online/forderung-an-oevp-und-fpoe-gegen-die-einfuehrung-von-studiengebuehren

Ein Beitrag von uniwien-gegen-rechts

 

2. Apple gegen Attac: Steuertrickser will KritikerInnen mundtot machen

Statt endlich angemessen Steuern zu zahlen, zieht Apple gegen Attac vor Gericht. Am Montag beginnt in Frankreich ein Prozess, mit dem der Steuertrickser-Konzern sich seine KritikerInnen vom Leib halten will. In einem Eilverfahren vor dem Pariser Landgericht will Apple ein dreijähriges Hausverbot für Attac-Aktive in Frankreich durchsetzen. Bei Zuwiderhandlung soll Attac Frankreich 150.000 Euro bezahlen.

http://www.attac.at/news/detailansicht/datum/2018/02/09/apple-gegen-attac-steuertrickser-will-kritikerinnen-mundtot-machen.html

Ein Beitrag von Lisa Belz

 

3. RECHTSRUCK. 10 Gespräche. Gegen Angst

Eine Doku von Niko Mayr und Walter Ötsch, der in 10 Gesprächen ein tieferes Verstehen des aktuellen Rechtsrucks in der Gesellschaft sucht.

Wie kann es sein, dass sich immer größere Gruppen der Bevölkerung in extremer Emotion populistischen Führern zuwenden, von denen sie vernünftig gedacht nur eine Verschlimmerung der allgemeinen Verhältnisse erwarten können?

https://www.youtube.com/watch?v=8drfe66bP3Q

 

Redaktion: Sophie Hradecsni, Franziska Vischer, Laura Hörner, Sebastian Ludyga


778. radio%attac - Sendung, 05. 02. 2018

 

1. Ein Lichtermeer für Ute Bock

Sie hat dort geholfen, wo andere und insbesondere der Staat nicht mehr helfen wollten. Mit ihrem unermüdlichen und unerschütterlichen Einsatz für Menschen in Not war sie ein wichtiges Vorbild. Sie hat gemeinsam mit ihrem Team vielen schutzbedürftigen Menschen einen Schlafplatz, eine Adresse und vor allem Hoffnung gegeben.

Bock verstarb am 19. Jänner 2018 im Alter von 75 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit im Ute-Bock-Haus in Wien.

Jetzt, da sie nicht mehr bei uns ist, gilt es die Arbeit von Frau Bock fortzuführen. Jetzt erst recht sind wir alle gefordert!

https://www.fraubock.at/

https://www.youtube.com/watch?v=2VnyU8kJ9Dc

Ein Beitrag von Sebastian Ludyga

 

2. Reinhard Fendrich – SchwarzOderWeiss

https://www.youtube.com/watch?v=zIXuVth76AA

 

3. NGOs bei Malmström: EU-Handelspolitik demokratisieren!

162 Organisationen aus ganz Europa – darunter auch Attac Österreich – fordern, die europäische Handels- und Investitionspolitik zu demokratisieren. Eine entsprechende gemeinsame Erklärung wurde EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström heute bei der ersten Sitzung der neu eingerichteten Beratergruppe für EU-Handelsabkommen übergeben.

http://www.attac.at/news/detailansicht/datum/2018/02/01/ngos-bei-malmstroem-eu-handelspolitik-demokratisieren.html

 

4. Ranking: Schweiz und USA sind die wichtigsten Schattenfinanz-Zentren

Ein noch immer weitgehend intransparentes globales Finanzsystem breitet den Schutzmantel über korrupte Eliten, SteuerbetrügerInnen und steuerhinterziehende Konzerne.

Der heute veröffentlichte Schattenfinanzindex 2018 des Tax Justice Networks zeigt, welche Staaten illegale Finanzströme besonders anlocken.

http://www.attac.at/news/detailansicht/datum/2018/01/30/ranking-schweiz-und-usa-wichtigste-schattenfinanz-zentren.html

Ein Beitrag von Cäcilia Supper-Schmitzberger

 

5. Isaac Albeniz – Asturias

https://www.youtube.com/watch?v=oEfFbuT3I6A

 

Redaktion: Cäcilia Supper-Schmitzberger, Sebastian Ludyga


777. radio%attac - Sendung, 29. 01. 2018

 

Mein Liederbuch

Aktuell hat es Österreich zur Zeit bis in die internationalen Medien gebracht: Le Monde, Corriere della Sera, Spiegel, New York Times, the guardian, Liberation, La Stampa, Neue Zürcher Zeitung, die Süddeutsche, El Mundo, Le Figaro, Washington Post, um nur einige zu nennen, haben sich mehr oder weniger ausführlich mit der neuen österreichischen Innenpolitik beschäftigt. Und das reicht von Kopfschütteln über Unverständnis bis Besorgnis.

Und weil das noch nicht auszureichen schien, gabs als grausliches „Sahnehäubchen“ jenes unsägliche Liederbuch einer Burschenschaft aus Wiener Neustadt, in dem den „alten Germanen“ angeraten wird, doch „die 7. Million“ zu schaffen. Gemeint ist, dass man die 6 Millionen ermordeter Juden doch um eine Million erhöhen sollte.

Es fällt mir schwer, nicht ausfallend zu werden. Deshalb hab ich beschlossen, mein Liederbuch zu öffnen – ohne geschwärzte Textstellen und herausgerissene Seiten.

So das war´s. Nach 777 Sendungen bzw. 15 Jahren ist jetzt Schluss. Nun übernehmen die Enkel. Ist ja auch Zeit gewesen. Ich bedanke mich bei allen Hörerinnen und Hörern und wünsche radio%attac eine tolle Zukunft! Die Übung möge gelingen!!!

Redaktion: Gerhard Gutschi


776. radio%attac - Sendung, 22. 01. 2018

 

1. Die österreichischen Medien und ihre Eigentümer

Raiffeisen, katholische Kirche und Familienclans besitzen den Großteil des Medienmarktes. Wieweit Eigentümer und Inserate den Inhalt von Medien mitbestimmen, bleibt an dieser Stelle offen. Doch:
Inwieweit ist eine Wahl demokratisch, deren potenzieller Ausgang von der ökonomischen Macht der einzelnen Parteien und dem damit finanzierten Wahlkampf abhängt?
Inwieweit kann ein Volk demokratisch wählen, wenn seine Optionen von Massenmedien aufgearbeitet und vorbereinigt wurden und seine Entscheidung zum überwiegenden Teil von den ihm zur Verfügung gestellten Informationen abhängt?
Inwieweit ist eine Gesellschaft demokratisch, deren Informationen, von denen die Konstitution ihres gesellschaftlichen Lebens abhängt, ihr von privaten Massenmedien zur Verfügung gestellt werden, die von persönlichen Interessen und Marktzwängen getrieben werden?

Ein Bericht von Sebastian Ludyga

 

2. Prof. Rainer Mausfeld über Journalismus, Medien und Propaganda

Das Bundesamt für politische Bildung hat eine List mit Kennzeichen der Propaganda veröffentlicht. Laut dieser Kennzeichen machen etwa 90 Prozent der Medien Propaganda! Welche Rolle spielen Journalisten in der Gesellschaft und warum verlieren diese zunehmend an Glaubwürdigkeit?
https://www.youtube.com/watch?v=Y18Ax1f6Ajc
https://de.wikipedia.org/wiki/Rainer_Mausfeld

Ein Bericht von Sebastian Ludyga

 

3. Steuertrickser IKEA hat erfunden, was Amazon, Starbucks, Google & Co. praktizieren

http://www.attac.at/news/detailansicht/datum/2017/12/19/steuertrickser-ikea-hat-erfunden-was-amazon-starbucks-google-co-praktizieren.html

 

4. Diese Regierung bringt Kälte – Attac kündigt Kritik, Alternativen und Protest an!

http://www.attac.at/news/detailansicht/datum/2017/12/18/diese-regierung-bringt-kaelte.html

 

 

Redaktion: Sebastian Ludyga


775. radio%attac - Sendung, 15. 01. 2018

 

1. Herbert Fuchsbauer (Arbeitsloseninitiative “Zum alten Eisen“)

Fast 70.000 Engagierte sind am Samstag in Wien dem Aufruf verschiedener Organisationen gefolgt , um der neuen österreichischen Regierung einen ganz besonderen Neujahrsempfang zu bereiten.

Initiativen wie Attac, das Netzwerk muslimische Zivilgesellschaft, Gewerk-schafterInnen, Omas gegen Rechts, die Volkshilfe oder die ÖH haben auf die menschenverachtenden Pläne der Regierung hingewiesen: Maßnahmen, die sich gegen die Verwundbaren richten, gegen jene, die eigentlich Unterstützung brauchen – Alleinerziehende, Arbeitslose und Geflüchtete. Proteste hat es auch gegen die Vorhaben gegeben, Studiengebühren einzuführen und Förderungen für Frauenpolitik zu kürzen.

Ein Beitrag von Sebastian Ludyga

 

2. Wolfgang Rehm (VIRUS) zu den Deregulierungsplänen von Josef Moser dem neuen Minister des „Bundesministeriums für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz“.

Justizminister Josef Moser beharrt darauf, im Zuge der Deregulierungsoffensive der Bundesregierung sämtliche vor dem 1. Jänner 2000 kundgemachten Gesetze und Verordnungen des Bundes aufzuheben. Er will damit alle vor der ersten Schwarz-Blauen Regierung erlassenen Gesetze aufheben, es sei denn, ein Ministerium pocht auf die Beibehaltung der Rechtsvorschrift.

Deregulierung

Ein Beitrag von Jutta Matysek

3. Lisa Mittendrein (Attac) – Solidarität statt Hass!

Das Programm der neuen Bundesregierung zeigt, dass uns in den nächsten Jahren eine Politik im Interesse von Reichen und Konzernen bevorsteht.

Wie viel die neue Regierung von ihrer Politik im Interesse von Reichen und Konzernen umsetzen kann, wird auch davon abhängen, wie stark der Widerstand dagegen ist. Jede und jeder kann gegen eine Spaltung und Entsolidarisierung der Gesellschaft beitragen!

Attac

 

Redaktion: Jutta Matysek, Sebastian Ludyga


774. radio%attac - Sendung, 08. 01. 2018

 

Christian Felber: ETHISCHER WELTHANDEL

 

Alternativen zu TTIP, WTO & Co

Geht die Ära des Freihandels zu Ende? Was kommt nach CETA, TTIP und TTP? Christian Felber, Initiator der internationalen Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung und Lektor an der Wirtschaftsuniversität Wien, hat ein ethisches Wirtschaftsmodell entwickelt, dessen oberstes Ziel das Wohl von Mensch und Umwelt ist. In seinem aktuellen Buch „Ethischer Welthandel“ entzaubert er die „Freihandelsreligion“ und stellt eine überzeugende Alternative zu WTO & Co vor.

 

Der Autor: http://www.christian-felber.at/index.php

Das Buch: http://ethischerwelthandel.info/

Die Bank: https://www.mitgruenden.at/

Die Vision: https://www.ecogood.org/de/

 

»Man schafft niemals Veränderung, indem man das Bestehende bekämpft. Um etwas zu verändern, baut man Modelle, die das Alte überflüssig machen. «

 

Redaktion: Sebastian Ludyga


773. radio%attac - Sendung, 01. 01. 2018

 

Fabian Scheidler - Chaos: Das neue Zeitalter der Revolutionen

 

Weltweit breitet sich zunehmend Chaos aus: Der Klimawandel wird zur Realität, die Weltwirtschaft bewegt sich zwischen Stagnation und Crash, immer mehr Staaten zerfallen oder stehen vor dem Bankrott, während die UNO die größten Fluchtbewegungen registriert, seit es Aufzeichnungen gibt. Diese Krisen bringen die traditionellen politischen Systeme, die keine angemessenen Antworten darauf finden, in Bedrängnis und führen zu weltanschaulichen Verwerfungen. Der Glaube an den Fortschritt weicht zusehends Skepsis, Angst und Unsicherheit, religiös-fundamentalistische und politisch rechte Strömungen erhalten Auftrieb. Fabian Scheidlers Diagnose: Nach 500 Jahren Expansion ist die kapitalistische Megamaschine in die tiefste Krise ihrer Geschichte geraten. Wir bewegen uns in eine chaotische Übergangsphase hinein, die einige Jahrzehnte andauern kann und deren Ausgang vollkommen offen ist. Während die alten Ordnungen brüchig werden, entflammt ein Kampf darum, wer die Zukunft bestimmen und wie diese aussehen wird. Werden sich autoritäre Kräfte durchsetzen oder können soziale und ökologische Bewegungen die systemischen Risse nutzen, um eine gerechtere und friedlichere Welt aufzubauen? Welche Rolle spielt Chinas Aufstieg in der neuen Weltunordnung? Und wo zeichnen sich neue Wege des Wirtschaftens und Zusammenlebens ab, die das gegenwärtige System der "globalen Apartheid" überwinden konnten? "Das neue Zeitalter der Revolutionen" lotet Gefahren und Chancen dieser Übergangszeit aus und bietet einen Kompass für politisches Engagement in Zeiten wachsender Unübersichtlichkeit.

 

Eine Sendung von Roland Ulbrich.