1. Beitrag: Schwarbuch: ÖL
2. Beitrag: Privatisierungen in Gesundheitsbereich in Ungarn
3. Beitrag: Konsensdemokratie II
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1.) Schwarzbuch: Öl
Nicht nur wegen ständig steigender Benzinpreise ist Erdöl eines der brennendsten Themen des Weltgeschehens. Sich erschöpfende Öl-Vorkommen und Umweltverschmutzung beschäftigen die Öffentlichkeit ebenso wie die Frage nach alternativen Energiequellen. Öl ist auch Ursache für Kriege und Menschenrechtsverletzungen. Schwer zu durchschauen aber sind die tatsächlichen Hintergründe und Zusammenhänge. Mit der Veröffentlichung des „Schwarzbuch Öl – Eine Geschichte von Gier, Krieg, Macht und Geld“ bringen die österreichischen Journalisten Thomas Seifert und Klaus Werner Licht ins ölige Dunkel. Sie recherchierten jahrelang den Einfluss der Erdöl-Lobby auf die Weltpolitik. Wie es zu dem Buch kam und was sie herausgefunden haben, erzählen die Autoren im Attac-Interview.
Schwarzbuch Öl. Eine Geschichte von Gier, Krieg, Macht und Geld ist im Deuticke Verlag erschienen und seit heute im Handel erhältlich.
2.) Privatisierungen im Gesundheitsbereich in Ungarn
Am 22.9.2005 tagte in Budapest der "Nationale Gesundheits-Round-Table", eine Vereinigung aus Vertretern aller im Gesundheitswesen tätigen Organisationen wie Ärztekammer, Apothekenkammer, Gewerkschaft der Gesundheitsbediensteten etc., zu deren Sitzungen auch immer Vertreter aller Parlamentsparteien eingeladen werden. Es ist ein Beschluss verabschiedet worden, wonach der "Runde Tisch" die Aussage des Ministerpräsidenten vom 12.9.2005 begrüßt. Präsident Gyurcsanyi ("Djurdschani") bekräftigte die Beibehaltung der gesellschaftlichen Solidarbasis für die Gesundheitsversorgung als ein politisches Ziel der Regierung. Die Vertreter der kleineren Regierungspartei, der SZDSZ, versuchen hingegen immer wieder, die Privatisierungen im Gesundheitsbereich durchzusetzen. In Ungarn ist die Privatisierung des Gesundheitswesens seit dem 5.12.2004 in vollem Gange - auf Bestreben aller politischen Parteien. Dazu führten wir ein Interview mit Frau Dr. Agnes Cser ("Tscher"), Vorsitzende der ungarischen Gewerkschaft für Gesundheitsbedienstete. Wo steht das ungarische Gesundheitswesen heute?
Wir glauben, dass es wichtig ist, Privatisierungsbemühungen auf dem Gebiet der öffentlichen Dienstleistungen genau zu beobachten und darüber zu berichten: Damit es immer schwieriger wird, uns allen Sand in die Augen zu streuen! Die Emai-Adresse der Gewerkschaft für GEsundheitsberufe ist www.eddsz.hu
3.) Konsensdemokratie II:
Weder die sozialistischen Regime, die vielfach in Diktaturen ausgeartet sind, noch die Mehrparteiensysteme nach westlichem Vorbild haben den afrikanischen Gesellschaften bisher entsprochen. Seit geraumer Zeit versuchen daher Sozialwissenschafter und Philosophen politische Systeme auf Basis der afrikanischen Kultur und Tradition zu entwickeln. Viele Ergebnisse sammeln sich unter dem Begriff der "Afrikanischen Konsensdemokratie", der
damit eine Fülle von Bedeutungen bekommt. Wir möchten uns heute einer reformistischen Version dieser Systemalternativen widmen, vorgebracht von einem ghanaischen Regierungsvertreter.
An der heutigen Sendung haben mitgewirkt: Gerhard Gutschi, Judith Wlaschitz, Johannes Knierzinger und Cornelia Derler.