Archives: September 2016

26. 09. 2016

707. radio%attac - Sendung, 26. 09. 2016

1. Populismus
Besonders im Lichte der aktuellen österreichischen Innenpolitik wird heutzutage die Ambivalenz des Phänomens Populismus deutlich. Populismus ist ein Konfliktbegriff. Welche Unterschiede lassen sich zwischen linken und rechten Populismen ausmachen? Ist ein linker Populismus ein möglicher Ausweg aus der Krise – der ökonomischen Krise wie der Krise der Linken?
Mitte Juni fand im Kreisky Forum in Wien eine Podiumsdiskussion mit dem Titel DIE NEUE VERHEISSUNG? LINKER UND RECHTER POPULISMUS IN EUROPA statt.
radio%attac bringt einen kleinen Ausschnitt. Zu hören sind Prof. Jan Werner Müller, er ist Politikwissenschafter an der Princton University und Peter Pilz: Nationalratsabgeordneter der Grünen. Moderation: Isolde Charim
http://www.kreisky-forum.org/
Ton: ZIGE.TV

2. Theaterkollektiv YZMA: „Spektakel Total!“
In „Spektakel Total! – zur Zeit im Theater Drachengasse - fragt das junge Theaterkollektiv YZMA nach alternativen Widerstandsformen in einem Europa des Rechtsrucks. Auf der Suche nach Gegenentwürfen blicken sie sowohl kritisch als auch Mut machend auf die zeitgenössische Demokratie.
Die Geschichte: Eine Gruppe Revoluzzer, humanistisch gebildet und liberal erzogen, landen in der sibirischen Verbannung. Sie hatten gegen das herrschende System aufbegehrt. Doch der Aufstand war gescheitert. Die Solidarität blieb aus, die Straße leer. Denn mit der geistigen Elite, der Hautevolee zieht man nicht in den Kampf, so gut die Ideen auch sein mögen. Was tun, wenn die verhasste Ordnung nicht gegen die eigene eingetauscht werden kann? Sollte man vielleicht beginnen, Chaos zu stiften? Die folgende Szene fragt nach dem richtigen Zeitpunkt für Aktivismus und nach der Wesensart des „richtigen“ Widerstands.
Mit: Florian Haslinger, Bastian Parpan und Johanna Wolff

Das Stück läuft von 27. September bis 8. Oktober 2016, Dienstag bis Samstag, jeweils 20 Uhr im Theater Drachengasse, BAR&CO (Fleischmarkt 22, 1010 Wien). Alle Infos auf: www.drachengasse.at

Zur Sendung via http://cba.fro.at/324729
Podcast: http://cba.fro.at/seriesrss/192

Sendungsverantwortung: Gerhard Gutschi

Geschrieben von Gerhard Gutschi (Profile) am 26. 09. 16

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19. 09. 2016

706. radio%attac - Sendung, 19. 09. 2016

CETA & TTIP STOPPEN
Am vergangenen Samstag (17. 09.) folgen allein in Wien über 15.000 BürgerInnen dem Aufruf der Plattform TTIP STOPPEN, gegen die Handelsabkommen CETA und TTIP auf die Straße zu gehen. Auch in Linz und Salzburg gab es Demonstrationen, in Graz und Innsbruck Kundgebungen. In Deutschland folgten rund 320.000 Menschen dem Demo-Aufruf von Gewerkschaften, NGOs und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen, ein klares Zeichen gegen CETA und TTIP zu setzen.
radio%attac war bei der Abschlusskundgebung vor dem Parlament in Wien und hat einige Eindrücke festgehalten.
Moderiert haben die Veranstaltung Lena Drescher und Valentin Schwarz

Zur Sendung via http://cba.fro.at/324250
Podcast: http://cba.fro.at/seriesrss/192

Gestaltung: Gerhard Gutschi

Geschrieben von Gerhard Gutschi (Profile) am 19. 09. 16

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12. 09. 2016

705. radio%attac - Sendung, 12. 09. 2016

.) CETA und TTIP stoppen: am 17.09.2016 europaweite Aktionen
.) „Flucht und Migration“ – Attac Sommerakademie 2016
.) Die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“

Kampagne CETA und TTIP stoppen: http://www.attac.at/kampagnen/ttip-ceta-co-stoppen.html
Das „Kollektiv Die schweigende Mehrheit“: http://www.schweigendemehrheit.at/
Die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ durch die Vollversammlung der UNO am 10.Dezember 1948: https://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeine_Erkl%C3%A4rung_der_Menschenrechte

Zur Sendung via http://cba.fro.at/323796
Podcast: http://cba.fro.at/seriesrss/192

Sendungsverantwortung: Roland Ulbrich

Geschrieben von Gerhard Gutschi (Profile) am 12. 09. 16

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05. 09. 2016

704. radio%attac - Sendung, 05. 09. 2016

1. Prof. Jakob Kapeller: Verteilung
Die Ungleichheit in der Gesellschaft wächst. Eine kleine Minderheit von 1 % der Bevölkerung kontrolliert, typisch nicht nur für Österreich, ein größeres Vermögen als eine große Mehrheit von 90 %. Die Politik, die zu dieser zunehmenden Entwicklung führt, wird ebenso selbstverständlich wie unhinterfragt, demokratisch genannt. Dieser Umstand und die mangelnde Veränderbarkeit der Situation haben mit gegebenen Machtverhältnissen zu tun. Wenn eine Politik für die Mehrheit weiterhin nicht mehrheitsfähig wird, scheint eine krisenhafte Zuspitzung gewiß. Wollen wir das wirklich, oder mangelt es uns lediglich an entsprechender Aufklärung?
Unser Kollege Oswald Streif sprach mit Prof. Jakob Kappeller, dem Vorstand des Institutes für gesamtwirtschaftliche Analyse der Johannes Kepler Universität in Linz. Dieser erklärte im Interview die Machtverschiebungen, Ursachen und politischen Hintergründe der wachsenden Ungleichheit.
http://www.jakob-kapeller.org/

2. Bank für Gemeinwohl
Vielleicht ein Weg, um die Ungleichheit etwas zu verringern, ist die Gründung einer Bank.
Zum ersten Mal entsteht eine Bank aus der Mitte der Gesellschaft: die Bank für Gemeinwohl. Sie stellt Werte wie Transparenz, Mitbestimmung und Verantwortung in den Mittelpunkt ihres Handelns. Dabei steht das Gemeinwohl im Fokus, nicht der Gewinn.
Die Genossenschaft ermöglicht eine Beteiligung aller Bürger/-innen: man entscheidet über den Weg der Bank mit. Unabhängig von der Höhe des Anteils hat man eine Stimme. Ab 200,- Euro ist man dabei!
https://www.mitgruenden.at/

3. Ein italienisches Dorf zeigt Europa, wie Zukunft geht
Eine ganz andere Art von Verteilung gibt es in einem kleinen Dorf in Süditalien. Unter dem Titel „Ein italienisches Dorf zeigt Europa, wie Zukunft geht“ hab ich folgenden Beitrag im Internetz gefunden.
https://www.youtube.com/watch?v=15FsISPyg6Y

4. Zanger gegen VfGH
Nun zurück nach Österreich. Im Zuge der 3. Bundespräsidentenwahl en siute, mit ihren eher wenig schönen Seiten, macht ein Rechtsanwalt von sich reden. Der umtriebige Georg Zanger fährt ein großes Geschütz auf. Wir dachten, man sollte die Aufmerksamkeitsverteilung etwas ausgleichen.
https://www.youtube.com/watch?v=Iof8B2yVEmM

5. Es bleibt dabei!
Und weil wir auch ein fröhlicher Haufen sind, ein musikalischer Ausklang: „Unser Lied für Van der Bellen“, von Paul Gulda und Agnes Palmisano.
https://www.youtube.com/watch?v=osJfCM090QE

Zur Sendung via http://cba.fro.at/323301
Podcast: http://cba.fro.at/seriesrss/192

Gestaltung: Oswald Streif, Gerhard Gutschi

Geschrieben von Gerhard Gutschi (Profile) am 05. 09. 16

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