Archives: November 2014

24. 11. 2014

611. radio%attac - Sendung, 24. 11. 2014

Vergangenes Wochenende fand in Wiener Neustadt eine AktivistInnenversammlung
von attac Österreich statt. Man – und Frau – traf sich und einander, um Kluges für das nächste
Jahr zu sammeln.

1. Arbeitslosigkeit bekämpfen! In die Zukunft finanzieren! Vermögen gerecht verteilen!
Mit diesem Aufruf präsentierte die Allianz Wege aus der Krise das Zivilgesellschaftliche
Zukunftsbudget 2015
am letzten Donnerstag, dem 20. November, in der Urania in Wien.
Alexandra Strickner, Obfrau von Attac Österreich, ist in dieser Allianz aktiv.
Über die Notwendigkeit, neue Wege in der Budgetplanung einzuschlagen, sprach unsere
Kollegin Karin Schuster mit Alexandra Strickner in einer Pause der AktivistInnenversammlung.

2. TTIP, CETA & Co. stoppen
Und nun zur nächsten Vertreterin der attac-Frauenpower: Lena Drescher, Campagnerin mit
Zuständgkeitsgebiet: TTIP, CETA & Co. stoppen. Vom Typ her ist Lena vielleicht vergleichbar
mit den Teilchen in der Quantenphysik: Man vermutet sie ist an verschiedenen Orten gleich-
zeitig. Wir sprachen mit ihr über ihre/unsere Pläne.

3. Mythen des Reichtums
Reichtum und Armut sind die beiden Pole sozialer Ungleichheit. In der Forschung hat Armut
lange Zeit deutlich mehr Aufmerksamkeit erhalten als Reichtum. Zu letzterem gibt es weniger
Datenmaterial und verbreitetes Faktenwissen. Reichtum fasziniert dafür medial, beispiels-
weise über Millionärs- oder Millionärinnen-Homestories. Die so entstehenden Bilder haben
einen Nachteil: Sie verschleiern die wirtschafts- und sozialpolitische Dimension von Reichtum
und tragen zur Mystifizierung bei.
Wir plauderten mit der Ökonomin Elisabeth Klatzer über das Buch.

BEIGEWUM / Attac / Armutskonferenz (Hrsg.)
Mythen des Reichtums
Warum Ungleichheit unsere Gesellschaft gefährdet
Mit einem Nachwort von Elfriede Jelinek
176 Seiten | 2014 | EUR 12,80
ISBN 978-3-89965-618-3

Zur Sendung via http://cba.fro.at/274415
Podcast: http://cba.fro.at/seriesrss/192

Gestaltung: Karin Schuster, Gerhard Gutschi

Geschrieben von Gerhard Gutschi (Profile) am 24. 11. 14

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17. 11. 2014

610. radio%attac - Sendung, 17. 11. 2014

Dennis Meadows: Wachstum im Wandel

Der Club of Vienna veranstaltete im September im Kassensaal der Nationalbank
ein Symposium zum Thema „Wachstum im Wandel – Umgang mit dem Stress zukünftiger
Veränderungen“. Dennis Meadows, Koautor der Studie „Grenzen des Wachstums“ des
Club of Rome aus dem Jahr 1972 zeigte in seinem Vortrag eindrucksvoll warum die Zeit
des Wachstums vorüber ist. Beispiele für den gegenwärtigen Weg in die Sackgasse schil-
dern Junko Edahiro aus Japan und Chirapol Sintunawa aus Thailand. Je früher
die Umorientierung stattfindet, desto leichter kann der Umgang mit den Veränderungen
sein.

Website Club of Vienna: http://www.clubofvienna.org/veranstaltungen/symposium-cope-with-the-stress-of-future-changes/

Zur Sendung via http://cba.fro.at/273771
Podcast: http://cba.fro.at/seriesrss/192

Gestaltung: Roland Ulbrich

Geschrieben von Gerhard Gutschi (Profile) am 17. 11. 14

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10. 11. 2014

609. radio%attac - Sendung, 10. 11. 2014

1.) Geopolitiques de Nantes – Arm : Reich
Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer - das hört und liest man
in letzter Zeit oft. Kann etwas dagegen unternommen werden, oder ist das ein-
fach eine unvermeidbare Tatsache, die wir hinnehmen, und mit der wir leben
müssen? Zu diesem Thema gab es im Zuge der Veranstaltung „Géopolitiques
de Nantes“, die von 26. bis 27. September in Nantes, im Westen Frankreichs
stattfand, eine Diskussion. Diese wurde von Radio France International über-
tragen und nun für radio%attac von unserer lieben Kollegin Elke Schraik zusam-
mengefasst bzw. übersetzt.

2.) 10. Elevate in Graz
Ende September ging in Graz das Elevate bereits zum 10. mal über die Bühne.
Das Elevate ist ein Festival für Musik, Kunst und politischen Diskurs. Unter den
Referent*innen und ImpulsgeberInnen befanden sich auch mehrere TrägerInnen
des Alternativen Nobelpreises. Etwa Amy Goodman, bekannt als Journalistin der
täglichen Nachrichtensendung Democracy Now.
Wie das erste Elevate wurde auch diese 10. Ausgabe wieder von John Holloway
eröffnet. John Holloway ist Professor für Soziologie am Institut für Sozial- und Human-
wissenschaften der Benemérita Universidad Autónoma de Puebla, Mexiko. Er publiziert
umfangreich zu Fragen marxistischer Theorie, zur zapatistischen Bewegung und
zu neuen Formen antikapitalistischer Kämpfe. Sein Buch Die Welt verändern,
ohne die Macht zu übernehmen
wurde in elf Sprachen übersetzt und entfachte
eine lebhafte internationale Debatte. In seinem aktuellsten Buch Kapitalismus
aufbrechen
entwickelt er die Argumentation weiter, indem er nahelegt, dass die
einzige Weise, die Revolution heute zu denken, darin besteht, sie als Erschaffung,
Ausdehnung, Vervielfältigung und Zusammenfließen der Risse in der kapitalistischen
Herrschaft zu begreifen.
Holloway sprach in seiner Eröffnungsrede, die unsere liebe Kollegin Karin Schuster
aufgenommen und bearbeitet hat, über die Logik der Profitvermehrung, über die
Macht der Reichen und auch von der aggressiven Einengung, die der Welt als Freiheit
präsentiert wird.
Aus dem Weg mit den Menschen, die zu langsam sind!
Eine Eröffnungsrede – die nötig ist!

Zur Sendung via http://cba.fro.at/273282
Podcast: http://cba.fro.at/seriesrss/192

Gestaltung: Elke Schraik, Karin Schuster, Gerhard Gutschi

Geschrieben von Gerhard Gutschi (Profile) am 10. 11. 14

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03. 11. 2014

608. radio%attac - Sendung, 03. 11. 2014

Demokratie (er)leben mit einem New Deal für Europa
Ist die Hausse vorbei? Der depressive Bär tourt durch Europa. Nicht erst seit gestern.
2008 hat einige nichts gelehrt. Freie Märkte, Gewinnfetischismus und Austeritätswahn-
sinn betteln geradezu darum, einmal mit anderen Augen unter die Lupe genommen zu
werden. Jenen, die da nicht der neoliberalen Eintrübung unterliegen. Alle Andersden-
kenden sollen Spinner sein, oder Verschwörungstheoretiker? Bestimmt nicht. „Demo-
kratie (er)leben“ heißt der zwei jährige Schwerpunkt in OÖ.
Informationen: www.weiterbilden.at

1. Von Roosevelt lernen
Probleme benennen, Lösungen erarbeiten, Umsetzen. Dass es dann doch nicht so leicht
ist, sieht man daran, dass sich unsere Politik mit vielem beschäftigt, der Aufschwung durch
Veränderung ist de facto nicht vorhanden. Aufschwung Maßnahmen: Flächendeckende
thermische Sanierung. Spekulationswahn beschränken: Fließhandel abschaffen, stattdessen
stündliche Auktionen an der Börse. Stephan Schulmeister ist einer der wenigen Ökono-
men, der seit vielen Jahren die Krise(n) nicht verleugnet, mahnt und davon überzeugt ist,
dass ein New Deal für Österreich und Europa unsere einzige Chance ist, die Zukunft
nicht zu vergeigen.

2. Vorsicht! Die Menschen kommen
Von der Stimme zu den Stimmen. Interviews mit Stephan Schulmeister, Martin Windtner,
Johanna Tschautscher
. Den Menschen darf klar werden, dass soziale Errungenschaften,
soziale Vertreter existieren. In Form eines Gewerkschaftsbundes, eines Sozialversicherungs-
system, um ein paar große, nicht neoliberale anzuführen. Mit jedem Mal, wo Menschen zu-
sammentreffen, entstehen Chancen. Voneinander lernen, miteinander wirken. Respektvoller
Umgang untereinander. Vereine, Tauschkreise, Gesprächsrunden, Filmvorführungen, Mahn-
wachen etc. all das sind Beweise, das an einer anderen Welt gearbeitet wird. Einer Welt, wo
der Mensch im Mittelpunkt steht. Nicht das Kapital. Sie sind eingeladen, sich uns anzuschließen!

3. Der Feingeschmack der Gesellschaft
TERMIN: WUK, 29.11.2014, ganzer Tag
Herbsttreffen des österreichischen Forums für Ernährungssouveränität - Nyéléni
Zusammenkommen mit Rückblick, Reflexion und gemeinsamer Arbeit an einer geschmackvollen,
lebenswerten Zukunft.
http://www.ernährungssouveränität.at

Zur Sendung via http://cba.fro.at/272583
Podcast: http://cba.fro.at/seriesrss/192

Gestaltung: Sabine Weninger-Bodlak

Geschrieben von Gerhard Gutschi (Profile) am 03. 11. 14

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