Wege aus der Krise
Das Sparpaket in Österreich ist geschnürt und wurde Ende März verabschiedet. Das ist jedoch erst der Anfang: die Regierungschefs
von 25 EU Länder haben den europäischen Fiskalpakt unterzeichnet. Darin verpflichten sie sich, gemeinsam in ihren Ländern
gesetzlich verankerte Schuldenbremsen einzuführen und die Überwachung der nationalen Budgets in die Hände der EU Kommission
und des europäischen Gerichtshofes zu legen. Denn es wird behauptet, wir hätten über unsere Verhältnisse gelebt und der überbordende
Sozialstaat sei die Ursache für die aktuelle Staatsschuldenkrise.
Aber wer hat diese Schulden wirklich verursacht? Was bedeutet letztlich der europäische Fiskalpakt? Wird damit wirklich die
Staatsschuldenkrise in Österreich und Europa bewältigt?
Dazu Lukas Oberndorfer von der Abteilung EU & Internationales der Arbeiter_innenkammer Wien
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Gestaltung: Gerhard Gutschi, Georg Schütz (www.ichmachpolitik.at) |
Ganz im Zeichen des 1. Mai!
1) Robert Foltin "Fuzzi" vormittags - über sein neues Buch "Und wir bewegen uns noch!" ;
2) Kabarettist Thomas Maurer abends - wie er zum 1. Mai steht, was er über Attac-Themen weiß und warum er so oft in
politisch/satirischen Kabarettprogrammen mitwirkt;
3) Kabarettist-Idol Georg Schramm in der Nacht - das vollständige Interview mit ihm über seine Kindheit, seine
Attac-Mitgliedschaft und seine Verehrung von Dieter Hildebrand - am 04.04.2012 (am 1. Mai war er leider nicht in Wien :-( )
Singen tut am Anfang: meine 78-jährige Mutter.
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Gestaltung: Judit Kovacs |
Das richtige Leben im dritten A
Rankings sind zum Abbild der spätkapitalistischen Welt geworden: Von hedonistischer „Lebensqualität“ über „wettbewerbsfähige“
Bildung bis zur „alternativlosen“ Zerstörung der Umwelt teilen uns die Statistiken mit, wie Welt und Gesellschaft von der unendlichen
Weisheit der gottgleichen unsichtbaren Hand gesteuert werden. Ihren Höhepunkt findet die gegenwärtige Diktatur der Tabellen im
Urteil internationaler Rating-Agenturen, die ganzen Gesellschaften in der Manier antiker Herrscher ihr Schicksal zuweisen. Dabei
entscheidet sich nicht nur das Schicksal von Millionen zwischen „Triple A“ und „Minus D“, auch der Einzelne gerät in den Sog angeblich
objektiver Kennziffern.
Wie kann sich der Einzelne im allgegenwärtigen Wettbewerb noch behaupten? Wie gestalten sich menschliche Beziehungen in einer
Gesellschaft des freien Marktes?
Diese Fragen stellte das Theater "Garage X" drei - noch studierenden - jungen AutorInnen und RegisseurInnen des Instituts für
Sprachkunst der Universität für angewandte Kunst Wien - im Rahmen seines jährlich aufgeführten "Startguthaben"-Projektes. Und
sie meisterten ihre Aufgabe exzellent.
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Gestaltung: Judit Kovacs |
1. SoliLa! Jedlersdorf bleibt!
Mit dieser Ausgabe melden wir uns von einer besonderen Wiese im 21. Wiener Gemeidebezirk: Seit 17. April, dem
Tag des kleinbäuerlichen Widerstands, besetzen ca. 100 Aktivist*innen den ehemaligen Boku-Versuchsgarten in
Jedlersdorf, um hier Gemüse anzubauen und solidarisch zu landwirtschaften. Dass die staatlichen Institutionen mit dieser
Vorgehensweise nicht umgehen können, ist für den Gärtner Bernhard zu hinterfragen. Eine Erfahrung, die auch der
Techniker Paul gemacht hat. Er hat den Elfenbeinturm verlassen und einen Patzen Lehm in die Hand genommen. Und von
UNIbrennt Innsbruck bemüht sich der Student Markus um Vernetzungsmöglichkeiten.
http://www.change.org/petitions/universit%C3%A4t-f%C3%BCr-bodenkultur-bundesimmobiliengesellschaft-stadt-wien-bebauungsstopp-und-solila-bleibt
2. Hunger.Macht.Profite
Und nun vom Acker ins Kino: Es scheint, als kämen sie wie gerufen – die Filmtage „Hunger.Macht.Profite“
Finale in Wien: 26.-29. April im Top Kino (1060, Rahlgasse 1)
Fokus der Filmtage zum Recht auf Nahrung: Lebensmittel lokal produzieren statt in Agrarindustrie investieren. Wir
sprachen mit der guten Geistin der Filmtage Barbara Waschmann. Und dass es auch anders geht, zeigt ein Ausschnitt
aus dem Film „Frische Wege“
http://hungermachtprofite.blogspot.com/p/programm-wien.html
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Gestaltung: Gerhard Gutschi |
Goran Novakovic - Serbe, Germanist, Literat und AusländerInne-Ologie-Verfasser
Kennen Sie Goxilla? Seine Bücher heißen "Vergleichendes Wörterbuch der AusländerInnen-ologie -
Untertitel „Das vorläufige System der komperativen Vorurteile“ und "Wien für (In-und) Ausländer ...
die hier leben wollen oder müssen - Nicht für Touristen!" Auch die "Verschriftlichung der Vermischtheit"
ist ihm ein großes Anliegen - unterstütz durch seine Homepage
http://vajtundbrajt.com
In dieser Sendung lernen Sie ihn kennen - und schätzen.
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Gestaltung: Judit Kovacs
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Päpstliche Weisheit und Volksverblödung - nach Georg Schramm
Georg Schramm, deutscher Kabarettist, ist in Deutschland so bekannt wie in Österreich Lukas Resetarits oder
"Die4Da" - mit Florian Scheuba, Ruppert Henning, Thomas Maurer und Erwin Steinhauer - eben als politischer
Kabarettist. Sein neues Programm "Meister Yodas Ende - über die Zweckentfremdung der Demenz"
stellte er in Wien im Stadtsaal vor einem ausverkauften Haus vom 3. - 5. April 2012 vor. Wir sprachen mit ihm
- auch über seine Attac-Mitgliedschaft - und bringen zwei außerordentlichen Ausschnitte aus seinen Programmen:
Über die Volksverblödung und über eine päpstliche Weisheit. Unser Dank an dieser Stelle gebührt Frau Mag. Karoline Hartel
vom Stadtsaal - ohne deren prompte Kooperation hätte es nicht zu unserem Interview und zu dieser Sendung
kommen können!
www.georg-schramm.de
http://stadtsaal.com
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Gestaltung: Judit Kovacs |
Der Fiskalpakt – eine gefährliche Mogelpackung
Das Haushaltsrecht ist eines der ganz zentralen demokratischen Rechte des nationalen Parlaments. Warum?
Weil das Parlament über zwei zentrale Steuerungsmittel, mit dem er auf die Gesellschaft einwirken kann, verfügt:
1. das Recht
2. das Geld – wofür es eingesetzt werden soll: Für Panzer oder für Sozialhilfe.
Der Fiskalpakt sieht vor, Haushaltsprogramme vorher zur Genehmigung dem Europäischen Rat – also den Staatschefs
der EU-Länder – vorzulegen. Das heißt, hier wird in das zentrale Element des Demokratieprinzips eingegriffen.
Am 19. März 2012 hielt Attac Österreich im Afro-Asiatischen Institut in Wien eine Pressekonferenz zum Thema des
geplanten Fiskalpaktes ab – Titel der Veranstaltung war „Angriff auf soziale Rechte und Demokratie?“. Elisabeth Klatzer,
im Vorstand von Attac Österreich, Andreas Fisahn, Universitätsprofessor für öffentliches Recht und Rechtstheorie an der
Universität Bielefeld und Mitglied des Wissenschaftliches Beirats von Attac Deutschland, Werner Kogler,
Bundessprecher der Grünen, Joe Thoman von der Sektion 8, SPÖ Alsergrund, Lukas Oberndorfer von der Arbeiterkammer
Wien, Abteilung EU & Internationales - sowie VertreterInnen der ÖVP – die dann nicht erschienen sind – stellten ihre großen
Probleme mit diesem geplanten Fiskalpakt der Öffentlichkeit vor.
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Gestaltung: Judit Kovacs |
"Wir haben es satt!": Gemeinsam für eine neue Agrar- und Ernährungspolitik
Ein Zusammenschluss aus bäuerlichen Verbänden, Umweltschutz- und Entwicklungsorganisationen sowie sozialen
Bewegungen forderte heute (22. 03. 2012) in einer gemeinsamen Pressekonferenz eine völlig neue Agrar- und
Ernährungspolitik. "Die Agrarindustrie in Europa verursacht Dioxinskandale, Gentechnik im Essen und Tierleid
in Megaställen. Sie verschärft Hungerkrisen, den Klimawandel und das Höfesterben. Eine Reform der gemeinsame
Agrarpolitik der EU steht an und auch in der österreichischen Agrarpolitik müssen die Weichen völlig neu gestellt
werden. Deshalb rufen wir den agrarpolitischen Frühling aus", erklärten die Mitglieder der Plattform "Wir haben es satt!".
Initiiert wurde die Plattform "Wir haben es satt!" von den Organisationen Grüne Bäuerinnen und Bauern, ÖBV - Via
Campesina, UBV, IG Milch, Attac, GLOBAL2000, Greenpeace und FIAN. Die Forderungen sowie eine Liste der
UnterstützerInnen finden Sie unter: www.wirhabenessattaustria.wordpress.com und auf Facebook unter:
www.facebook.com/WirHabenEsSattAustria
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Tontechnik: Ing. Friedel Hans
Gestaltung: Gerhard Gutschi |
Bolivien heute:
-) Pressekonferenz Präsident Evo Morales, 12.3.2012 und
-) Interview mit Dr. Robert Lessmann
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Anlässlich des Besuches des bolivianischen Präsidenten Evo Morales am 12. März 2012 in Wien ist die heutige Sendung
zur Situation in diesem Land (Bolivien) und über die Drogenpolitik, die hier eine wichtige Rolle spielt.
Einen generellen Überblick in die Lage und die Veränderungen in Bolivien gibt uns Dr. Robert Lessmann, Soziologe und
Politologe. Dazu auch sein Buch: Das Neue Bolivien. Evo Morales und seine Demokratische Revolution, Zürich 2010,
Rotpunkt Verlag.
Pressekonferenz Präsident Evo Morales, Bolivien, Original auf spanisch:
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evo morales rede in der universitaet wien am 2012 03 12 – bolivien und kampf um souveraenitaet von herbie loitsch
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Banken oder Bürger - wem gehört Europa?
Durch das Spardiktat hat sich die griechische Krise weiter verschärft, die Schulden wachsen statt zu sinken.
Krankenhäuser und Schulen schließen, immer mehr Menschen sind auf Lebensmittelhilfen angewiesen, erstmals
seit 1945 kehrt der Hunger ins Land zurück. Spätestens jetzt sei klar, so Harald Schumann, dass es unmöglich
ist, sich aus dieser Krise herauszusparen. Ein "Weiter so" in der Griechenlandpolitik, sei "kurzsichtig, ökonomisch
falsch und politisch zynisch".
Harald Schumann, Journalist, Der Tagesspiegel
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Gestaltung: David Gössmann und Fabian Scheidler (Kontext TV - Berlin)
Nils Müller, Gerhard Gutschi (radio%attac - Wien)
http://www.kontext-tv.de/
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