14. 08. 2017

753. radio%attac - Sendung, 14. 08. 2017

1.) Stephan Schulmeister – „Christlich geht anders!“ (2)
In unserer 752. Sendung stellten wir die Initiative „Christlich geht anders“ vor und mussten aus
Zeitgründen einen wichtigen Teil der Ausführungen von Stephan Schulmeister für einen späteren
Zeitpunkt aufheben. Sie waren wichtig, denn es geht dabei auch darum, warum man die Ökono-
mien der USA und der EU schwer miteinander vergleichen kann, auch wenn das in den sog. „Main-
stream-Medien“ gang und gäbe ist.
www.christlichgehtanders.at

2.) Nach der Wahl ist vor der Wahl… Nach dem Brexit ist vor dem Öxit?"
Vier RedakteurInnen „politischer“ Sendereihen von Radio Orange gründeten eine Live-Diskussions-
runde, wo sie jeweils wichtige gesellschaftspolitische Themen diskutierten. Unsere Kollegin Judit
Kovacs wurde dazu auch eingeladen. In der 1. Diskussionsrunde am 10.09.2016 ging es um das
Thema Wahlen und Demokratie und der Titel der Sendung hieß: "Nach der Wahl ist vor der Wahl…
Nach dem Brexit ist vor dem Öxit?"
Da die Inhalte ihre Aktualität nicht verloren haben, mehr noch, aktueller sind denn je, möchten wir
Ihnen aus diesem 90-Minuten-Gespräch 10 Minuten als Hörprobe bringen.
Diskussionsrunde: Herbert Gnauer von „Radio Dispositiv“, Herbert Auinger von „Kein Kommentar“,
Amelie Lanier von „Vekks – Kapitalismuskritik“, Judit Kovacs von „radio%attac“
Die gesamte Sendung ist – bei Interesse – übrigens nachhörbar im Archiv der Freien Radios Öster-
reichs unter dem Link: https://cba.fro.at/323977

3.) Richard Wolff: Die Wut der Arbeiter und die Suche nach einer neuen Wirtschaftsordnung
In dem Beitragsausschnitt von Kontext-TV spricht der Ökonom und em. Univ. Prof. Richard Wolff
über die strukturelle Krise des Kapitalismus, die Ursachen für den Aufstieg von Donald Trump und
rechten Bewegungen sowie über die Notwendigkeit, ein linkes Programm für eine neue Wirtschafts-
ordnung zu schaffen. Dabei spielen Arbeiterkooperativen eine wichtige Rolle.
http://www.kontext-tv.de/

Redaktion: Judit Kovacs, Florian Scheidler (Kontext-TV), Gerhard Gutschi

Zur Sendung via http://cba.fro.at/347025
Podcast: http://cba.fro.at/seriesrss/192 |


Beitrag von Gerhard Gutschi (Profil) am 14.08.17
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07. 08. 2017

752. radio%attac - Sendung, 07. 08. 2017

„Christlich geht anders!“ - sagen die KSÖ und Stephan Schulmeister

Die Katholische Sozialakademie, kurz KSÖ, und den Wirtschaftsforscher Stephan Schulmeister
muss man radio%attac-HörerInnen nicht vorstellen. Beide prangern seit Jahrzehnten auf ihre
Weise die negativen Auswirkungen der neoliberalen Globalisierung im sozialen Bereich – aber
nicht nur dort - an.
Die KSÖ startete die Initiative „Christlich geht anders …“ und lud zu einer Podiumsdiskussion am
20. Juni 2017 ein, mit dabei als Podiumsdiskutant auch Stephan Schulmeister. Ein durchaus
weltlicher Ökonom unterstützt eine im Wesentlichen christliche Initiative? Das weckte unser
Interesse.
Wir führten ein Interview mit Frau Mag. Gabriele Kienesberger von der KSÖ, Koordinatorin der
Initiative „Christlich geht anders“, nur so zum Drüberstreuen feministische Theologin und, mit
Stephan Schulmeister. Über die Initiative „Christlich geht anders“ ,aber auch über Globalisierung
und Christentum, Götter und Göttinnen, Jean Ziegler, Papst Franziskus - bis hin zur Arbeit von
feministischen Theologinnen. Unsere Fragen wurden auch inspiriert von der letzten „Brennstoff“-
Ausgabe der Waldviertler Schuhwerkstatt, Nr. 48, von Juni 2017.

Infos:
http://www.christlichgehtanders.at/
http://w4tler.at/brennstoff

Gestaltung: Judit Kovacs

Zur Sendung via http://cba.fro.at/346782
Podcast: http://cba.fro.at/seriesrss/192 |


Beitrag von Gerhard Gutschi (Profil) am 07.08.17
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31. 07. 2017

751. radio%attac - Sendung, 31. 07. 2017

1. Laura Flanders in Berlin
Die britisch-US-amerikanische Journalistin Laura Flanders zeigt in ihrer „Laura Flanders Show“
Beispiele neuer und progressiver Politikformen für gesellschaftliche Transformation. In Kooperation
mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung berichtete sie im Juni 2017 auch aus Deutschland und Griechenland.
Unsere Kollegin Laura Hörner hat den Beitrag für uns übersetzt und bearbeitet.

2. Kilian Kleinschmidt über Asyl und Migration
Anschließend ein weiterer Auszug (1. Teil 745. Sendung) aus dem Gespräch Sabine Weninger-Bodlak´s
mit Kilian Kleinschmidt über Asyl und Migration. Er referierte am jährlichen Migrationskongress der
Gewerkschaftsschulen Oberösterreichs über tatsächliche Bedürfnisse von Menschen auf der Flucht.
Kleinschmidt managte das zweitgrößte Flüchtlingscamp der Welt und sein Fazit lautet: Fluchtursachen
ernsthaft bekämpfen ist ungleich wichtiger, als Almosen zu verteilen!

Redaktion: Laura Hörner, Sabine Weninger-Bodlak

Zur Sendung via http://cba.fro.at/346379
Podcast: http://cba.fro.at/seriesrss/192
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Beitrag von Gerhard Gutschi (Profil) am 31.07.17
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24. 07. 2017

750. radio%attac - Sendung, 24. 07. 2017

1) radio%attac Sommerakademie dual
Nicht nur, um darüber zu berichten. Was gehört perfekt rüberkommt, ist harte, ernste Arbeit,
die Sie wöchentlich empfangen können.
Auf der SOAK wurden die Basics des Radiomachens durch Sabine Weninger-Bodlak vermittelt.
Der Workshopteilnehmer Michel Nussbaum hat sich im praktischen Teil unter die Teilnehmer-
Innen gemischt und Eindrücke für Sie eingefangen und aufbereitet.

2) Hungerstreik gegen Massenentlassungen in der Türkei
Vor der Kirche Mariahilf in Wien steht ein Zelt. Fotos von zwei jungen Menschen hängen an den
Wänden: Nuriye Gülmen und Semih Özakca. Die türkische Literaturdozentin und der Haupt-
schullehrer sind zwei von zehntausenden fortschrittlichen Akademikerinnen, Beamtinnen und
Angestellten im Öffentlichen Dienst, die infolge der Notstandsgesetze in der Türkei ohne recht-
liche Grundlage entlassen wurden. Am 9. März sind sie daher in der Yükselstraße in Ankara in
Sitz- und Hungerstreik getreten. Sie fordern den Stopp der Massenentlassungen, den Widerruf
der eigenen Entlassung und das Ende des Ausnahmezustands.
Im Mai, am 76. Tag ihres Hungerstreiks wurden sie in ihren Wohnungen wegen „Propaganda für
eine terroristische Organisation“ gewaltsam festgenommen, seither hungern sie im Gefängnis wei-
ter, berichtet das Komitee zur Unterstützung von Nuriye Gülmen und Semih Özakca.
Sandra Bakutz von der Internationalen Plattform gegen Isolation Österreich über die Zeltaktion
in Wien, mit der die Öffentlichkeit erreicht und Druck auf die politisch Verantwortlichen ausgeübt
werden soll.
Mehr Informationen auf Facebook unter Anadolu Newsblog.

RedakteurInnen: Sabine Weninger-Bodlak, Gisella Linschinger, Michel Nussbaum

Zur Sendung via http://cba.fro.at/345936
Podcast: http://cba.fro.at/seriesrss/192
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Beitrag von Gerhard Gutschi (Profil) am 24.07.17
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17. 07. 2017

749. radio%attac - Sendung, 17. 07. 2017

"Für Demokratie kämpfen!"
Wir berichten von der 16. Attac Sommerakademie aus Ober-Grafendorf. Sie stand unter dem
Motto „Für Demokratie kämpfen“. Der Geschäftsführer von Attac- Österreich, Wilhelm Zwirner,
begrüßt die Teilnehmer und leitet das erste Podium ein, das sich mit Demokratie und Demo-
kratisierung auseinandersetzt. Von diesem Podium gibt es Auszüge in der zweiten Hälfte der
Sendung.

Redaktion: Roland Ulbrich

Zur Sendung via http://cba.fro.at/345489
Podcast: http://cba.fro.at/seriesrss/192 |


Beitrag von Gerhard Gutschi (Profil) am 17.07.17
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10. 07. 2017

748. radio%attac - Sendung, 10. 07. 2017

„Ein Prozent ist genug!“ - Bericht an den Club of Rome
Der Generalsekretär des Club of Rome, Graeme Maxton, hat in Wien einen Vortrag über
den Götzen „Wirtschaftswachstum“ gehalten. Er präsentierte damit auch einen neuen „Bericht
an den Club of Rome“. Der erste „Bericht an den Club of Rome“ aus dem Jahr 1972 erlangte
Berühmtheit. Seine Brisanz hat allerdings enorm zugenommen – weil der Kurs nicht geändert,
sondern vielmehr das Tempo ohne die notwendige Kursänderung erhöht wurde.
Dieser Bericht ist in Buchform erschienen: „Ein Prozent ist genug“, Autoren: Graeme Maxton
und Jorgen Randers, oekom verlag München
ISBN: 978-3-86581-810-2

Redaktion: Roland Ulbrich

Zur Sendung via http://cba.fro.at/344975
Podcast: http://cba.fro.at/seriesrss/192
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Beitrag von Gerhard Gutschi (Profil) am 10.07.17
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03. 07. 2017

747. radio%attac - Sendung, 03. 07. 2017

1. Rettet die Mur!
Seit 2009 ist die Plattform Rettet die Mur in Graz aktiv, um ein Wasserkraftwerk in der Stadt
zu verhindern. Unsere Kollegin Karin Schuster aus Graz gibt einen Überblick zum Mur-Wider-
stand, der die steirischen Landesgrenzen längst überschritten hat.
Bei Radio Helsinki, dem freien Radio in Graz läuft seit Jänner 2017 die Sendung Kraftwerksfunk.
Dort wird ein wöchtentliches update rund um das Murkraftwerk gegeben, abseits der einseitigen
Berichterstattung der Mainstreammedien. Der Kraftwerksfunk kann auf cba.fro.at auch nachgehört
werden.
So viel aus dem widerständigen Graz. Und im Übrigen: wie jedes Jahr gibt es bei der Attac SOAK
ein RadioAttac – Seminar! Du hast die Möglichkeit, in das Radiomachen hineinzuschnuppern und Dich
als RedakteurIn zu versuchen.
Und noch ein P.S.: Unsere Kollegin Karin Schuster konnte bei den Civilmedia Awards 2017 den
2. Preis in der Kategorie Radio / Access & Empowerment entgegennehmen. Ihre Sendung "Kraft-
werksfunk - Unter und über der Erdn"
überzeugte die Jury inhaltlich und formal. radio%attac gratu-
liert sehr herzlich!

2. Nicht mit uns!
Nur rund 1000 Demonstranten waren zum Friedensmarsch der Muslime gegen islamistischen Terror
gekommen - Motto: Nichtmituns. Eine Erklärung ist sehr komplex. Einer der Redner vor dem Kölner
Dom ist der kölsch-türkische Kabarettist Fatih Cevikkollu.

3. Jean Ziegler – SOAK2017
Zum Abschluss nochmals zum Aufruf unserer Kollegin Karin Schuster, die Sommerakademie von Attac
zu besuchen. Hier der umtriebige Jean Ziegler, die die SOAK auch gleich zu einer SOUN umgetauft hat.

http://rettetdiemur.at/
https://www.kanalskandal.at/
https://www.facebook.com/murcamp/
https://helsinki.at/program/shows/kraftwerksfunk

Redaktion: Karin Schuster, Gerhard Gutschi

Zur Sendung via http://cba.fro.at/344580
Podcast: http://cba.fro.at/seriesrss/192 |


Beitrag von Gerhard Gutschi (Profil) am 03.07.17
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27. 06. 2017

746. radio%attac - Sendung, 26. 06. 2017

Pfingstsymposium "Rückenwind"
Anfang Juni 2017 fand bei GEA in Schrems im Waldviertel das Pfingstsymposium unter dem
Titel „Rückenwind“ statt. „Rückenwind“ ist der Name eines neuen Genossenschaftsverbandes.
Nach seiner Auseinandersetzung mit der Finanzmarktaufsicht hat sich der Unternehmer Heini
Staudinger
für seine Firma die Rechtsform der Genossenschaft überlegt. Herausgekommen ist
gleich die Gründung eines Genossenschaftsverbandes.
Darum geht es in der heutigen Sendung von Roland Ulbrich.
GEA, Waldviertler Werkstätten: http://w4tler.at/
„Rückenwind“ – Genossenschaftsverband: http://www.rueckenwind.coop/
Frithjov Bergmann: https://de.wikipedia.org/wiki/Frithjof_Bergmann

Zur Sendung via http://cba.fro.at/343908
Podcast: http://cba.fro.at/seriesrss/192 |


Beitrag von Gerhard Gutschi (Profil) am 27.06.17
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19. 06. 2017

745. radio%attac - Sendung, 19. 06. 2017

1. Kilian Kleinschmidt: Menschen auf der Flucht
Unsere Kollegin Sabine Weninger-Bodlak traf unlängst Kilian Kleinschmidt im Jägermayrhof in Linz.
Er referierte am jährlichen Migrationskongress der Gewerkschaftsschulen Oberösterreichs über
tatsächliche Bedürfnisse von Menschen auf der Flucht. Kleinschmidt managte das 2 größte Flüchtlings-
camp der Welt und sein Fazit lautet: Fluchtursachen ernsthaft bekämpfen ist ungleich wichtiger, als
Almosen zu verteilen.
Und nun ist unsereins in der Bredouille. Es gibt zwar die klugen Köpfe, die längst wissen, wie ein Aus-
weg aussehen könnte, wie kommen diese neuen Pläne aber bei den Menschen an? Fact ist auch, dass
es Strömungen gibt, die versuchen - aus welchen Beweggründen immer – eine sachliche Diskussion
zu verhindern. Eine Frau, die sich mit den Gefahren von Desinformation sehr auseinandersetzt, ist die
Journalistin und Autorin Ingrid Brodnig.

2. Brodnig: Fake News bedrohen die Demokratie
Als das Internet vor ungefähr zwei Jahrzehnten massentauglich wurde, zu einer Zeit, als die ersten
praktischen Webbrowser und Suchmaschinen erfunden wurden und das World Wide Web zusammen-
wuchs, bestand noch Anlass zur Hoffnung: Das Netz werde den Menschen besser, glücklicher, zufrie-
dener machen, glaubte man. Es werde sein Wissen vergrößern, sein Verständnis für Welt und Mit-
menschen intensivieren.
Warum Fake News die Demokratie bedrohen, wer von der digitalen Meinungsmanipulation
profitiert und was man dagegen unternehmen kann. All das wird man demnächst in Ingrid Brodnigs
Buch „Lügen im Netz“ nachlesen können.

INGRID BRODNIG
Lügen im Netz
Wie Fake News, Populisten und unkontrollierte Technik uns manipulieren.
Die Expertin für alle Themen rund um Internet und soziale Medien. Mit Strategien und Tipps gegen
Manipulation im Netz.
ISBN978-3-7106-0160-6, Erscheinungstermin: 26. Juni 2017

3. Harald Lesch: Greif dir aufs Hirn
Als nächster kommt einer, der uns anrät, weniger auf unser Gesäß zu greifen – wo die Geldbörse sitzt –
sondern mehr auf den Kopf, dem Sitz unseres Gehirns. Die Rede ist von Harald Lesch, dem deutschen
Astrophysiker, Naturphilosophen, Wissenschaftsjournalisten, Fernsehmoderator und Hochschullehrer.
Manchmal darfs auch ein bisserl weh tun.

4. Konstantin Wecker: Monsanto Tribunal
Und zum Schluss Konstantin Wecker in seiner Funktion als Botschafter des Monsanto Tribunals.
Das Monsanto Tribunal ist eine internationale Bürgerinitiative, deren Ziel es ist, Monsanto für Menschen-
rechtsverletzungen und Ökozid zu belangen.

Zur Sendung via http://cba.fro.at/343435
Podcast: http://cba.fro.at/seriesrss/192 |


Beitrag von Gerhard Gutschi (Profil) am 19.06.17
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12. 06. 2017

744. radio%attac - Sendung, 12. 06. 2017

1. Bank für Gemeinwohl – Christine Nöstlinger
Sie bekam den Hans Christian Andersen-Preis, den Astrid-Lindgren-Preis, den Bruno-Kreisky-Preis
für das politische Buch, den Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken
und Handeln und nun ist sie Mitbegründerin einer Bank. Sie, das ist Christine Nöstlinger und die
Bank ist die Bank für Gemeinwohl.

2. Richard David Precht: Kapitalismus im digitalen Zeitalter
Vielleicht noch zur Erinnerung: Die feuerrote Friederike, Tschi-Tsche-Wischer, Maikäfer flieg!, Iba
de gaunz oaman Kinda, Bücher, mit denen unzählige Menschen aufgewachsen sind und die ihren
Ethikkompass mitausgerichtet haben. Nun aber weiter von der Bank zum Kapitalismus. Der Publizist
und Philosoph Richard David Precht stört ein bisschen unsere Idylle.

3. Chr. Nöstlinger: Bringschuld
Natürlich liebe ich kluge Gedanken und Erklärungsversuche, aber oftmals geht mir die erdige
Pragmatik von Christine Nöstlinger über alles!

4. Jean Ziegler – DER OPTIMISMUS DES WILLENS
Von der österreichischen Schriftstellerin zum Schweizer Soziologen, Politiker und Sachbuch- und
Romanautor. Er gilt als einer der bekanntesten Globalisierungskritiker. Von 2000 bis 2008 war er
UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung – zuerst im Auftrag der Menschenrechtskom-
mission, dann des Menschenrechtsrats – sowie Mitglied der UN-Task Force für humanitäre Hilfe im
Irak. 2008 bis 2012 gehörte er dem Beratenden Ausschuss des Menschenrechtsrats der UN an, im
September 2013 wurde er erneut in dieses Gremium gewählt. Er ist außerdem im Beirat der Bürger-
und Menschenrechtsorganisation Business Crime Control. Die Rede ist von Jean Ziegler, dem klugen
und renitenten Alten mit der DDR-Brille.
Nun hat er eingewilligt, eine Dokumentation über sein Leben mitzugestalten: „Jean Ziegler-Der Opti-
mismus des Willens.“ ein Schweizer Dokumentarfilm von Nicolas Wadimoff.
Zum Inhalt:
Anfang der sechziger Jahre begegnet der junge Jean Ziegler dem damals schon legendären Che
Guevara bei einer internationalen Konferenz in Genf als junger Fahrer und Sympathisant. Er ist
begeistert und will mit ihm aufbrechen, um die Welt zu verändern. Doch Che Guevara überzeugt
ihn, in Europa zu bleiben, um hier gegen den „Kopf des kapitalistischen Monsters“ zu kämpfen.
Seither kennt er als Schriftsteller, Professor, Abgeordneter im Schweizer Parlament, Mitarbeiter
der UNO und charismatischer Redner keine Ruhe, um in Büchern und Vorträgen die Macht der Mana-
ger des Finanzkapitals und deren Verantwortung für den Hunger in der Welt anzuprangern.
Bis heute kämpft der 82-jährige Jean Ziegler für eine gerechtere Welt. Treu dem Versprechen, das er
einst Che Guevara gegebenen hat. Wir bringen einen Ausschnitt eines Gespräches, das Ziegler
nach der Filmpräsentation in Wien geführt hat.
Jean Zieglers neues Buch Der schmale Grat der Hoffnung ist übrigens soeben beim C. Bertelsmann
Verlag erschienen.
Und zum Abschluss, Victor Jara, der chilenischen Sänger und Freiheitskämpfer.

5. Lisa Mittendrein: Es gibt keine Alternative!
Victor Jara wurde 1973 von den Schergen von Putschgeneral Pinochet ermordet, aber wie Che Guevara
lebt er in vielen, vielen Herzen weiter. Als Soldaten Jara zynisch aufforderten, zu singen, stimmte er das
Lied „Venceremos“ an. Darauf brachten sie ihn mit 44 Schüssen um. So viel zur Angst vor einem Freiheitslied.
Nun von Chile nach Österreich, zur Ökonomin Lisa Mittendrein von Attac Österreich.

Zur Sendung via http://cba.fro.at/342893
Podcast: http://cba.fro.at/seriesrss/192 |


Beitrag von Gerhard Gutschi (Profil) am 12.06.17
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